Durch Sonnenblendung Rotlichtvertoß begangen oder Unfall verursacht?

Bei Autofahren von der Sonne geblendet zu werden, kann schwere Folgen haben

Sonnenblendung beim Autofahren sollte nicht unterschätzt werden.

Sonnenblendung beim Autofahren sollte nicht unterschätzt werden.

Etwa zwei Drittel aller Unfälle in Deutschland, die auf bestimmte Witterungsverhältnisse zurückzuführen sind, entstanden aufgrund einer Sonnenblendung beim Autofahren. Wenn die Sonne besonders tief steht, sieht dies zwar schön aus, spricht allerdings auch für ein höheres Unfallrisiko als bei normalen Verhältnissen.

Häufig können Verkehrsschilder, vorausfahrende Fahrzeuge oder die Farben von Ampeln nicht mehr erkannt werden. Daher gilt es, bereits bei der geringsten Sonnenblendung einen Gang herunterzuschalten und vorsichtiger zu fahren.

Was Sie tun können, um Unfälle aufgrund von Sonnenblendung zu vermeiden und wie die Chancen aussehen, einer Strafe nach einem Rotlichtverstoß zu entgehen, weil Sie von der Sonne geblendet wurden und die Farben daher nicht erkennen konnten, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Farbe der Ampel aufgrund von Sonnenblendung nicht erkannt?

Sie wären nicht der erste Autofahrer, der mit allen Mitteln versucht, sich gegen ein drohendes Fahrverbot zu wehren. Wer jedoch sein Fehlverhalten rechtfertigt, indem er sich auf die Sonnenblendung beruft, sollte sich dies noch einmal genauer überlegen.

Bereits im Jahr 1996 hatte ein Autofahrer die gleiche Idee und versuchte, diese beim Oberlandesgericht (OLG) in Karlsruhe durchzusetzen. Dort waren die Herrschaften jedoch wenig begeistert und wiesen den Einspruch unter anderem mit der Begründung ab, dass es sich bei einer Blendung durch die Sonne nicht um eine Ausnahmesituation halte, die notwendig sei, um von einem Fahrverbot abzusehen. Vielmehr habe der Autofahrer die Pflicht, gerade dann die Kreuzung mit besonderer Vorsicht zu überqueren.

Sollten Sie sich unsicher sein, welche Farbe die Ampel anzeigt, ist es in der Regel empfehlenswerter, noch einen Moment abzuwarten, anstatt direkt mit Karacho die Kreuzung überqueren zu wollen. Autofahrer unterliegen in einem solchen Fall einer besonderen Sorgfaltspflicht.

Halten Sie sich nicht daran und Sie begehen einen Rotlichtverstoß aufgrund der Sonnenblendung, können schlimmstenfalls ein Bußgeld in Höhe von 360 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot von einem Monat fällig werden. In einem besonders schweren Fall kann es außerdem zum Entzug der Fahrerlaubnis und einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren kommen.

7 Tipps, um Unfälle trotz Sonnenblendung zu verhindern

Unfälle aufgrund von Sonnenblendung sind keine Seltenheit.

Unfälle aufgrund von Sonnenblendung sind keine Seltenheit.

Jeweils morgens und abends treffen viele Autofahrer aufgrund des Berufsverkehrs aufeinander. Oft kommt es genau dann zu einer Blendung durch die Sonne, die zu diesen Stunden relativ tief steht.

Folgende Tipps sollten Sie sich zu Herzen nehmen, wenn Sie vermeiden möchten, dass sich das Unfallrisiko aufgrund der Sonnenblendung noch erhöht:

  1. Bewegen Sie sich allgemein vorsichtiger im Verkehr und fahren vorausschauend.
  2. Drosseln Sie Ihre Geschwindigkeit rechtzeitig, wenn Sie planen, in eine andere Straße einzubiegen.
  3. Halten Sie genug Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen.
  4. Klappen Sie die Sonnenblende herunter und besorgen sich ggf. eine Sonnenbrille.
  5. Halten Sie Ihre Windscheibe unbedingt sauber, um die Sicht bei einer Sonnenblendung nicht noch mehr einzuschränken.
  6. Kontrollieren Sie die Wischblätter Ihres Scheibenwischers, falls Sie die Scheibe unerwartet sauber bekommen müssen.
  7. Seien Sie bei einer feuchten Straße darauf gefasst, dass die Sonne dadurch reflektiert werden und Sie blenden könnte.
Natürlich handelt es sich dabei lediglich um Vorschläge, die Sie je nach Ihren eigenen Vorlieben abwandeln können. Eine Garantie, bei Sonnenblendung dadurch in keinen Unfall verwickelt zu werden, existiert selbstverständlich nicht. Durch gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr kann das Risiko doch um ein Vielfaches minimiert werden.

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