Kampf gegen Falschparker: Rheinbahn-Mitarbeiter dürfen Knöllchen verteilen

News vom 27.06.2017 um 10:45 Uhr

Rheinbahn-Mitarbeiter dürfen ab sofort Knöllchen verteilen.

Rheinbahn-Mitarbeiter dürfen ab sofort Knöllchen verteilen.

Vor allem in den deutschen Großstädten gleicht die Suche nach einem freien Parkplatz häufig einer schier unmöglichen Aufgabe. Viele Autofahrer fackeln nicht lange und parken kurzerhand in zweiter Reihe. Dieses Verhalten bereitet dann dem öffentlichen Nahverkehr Probleme, da Busspuren blockiert oder die Weiterfahrt von S-Bahnen verhindert werden. Nun kann sich der Düsseldorfer Verkehrsdienst dagegen wehren: Die Rheinbahn-Mitarbeiter dürfen ab sofort Knöllchen verteilen.

Jährlich rund 1100 Konflikte mit Falschparkern in Düsseldorf

Falsch abgestellte Fahrzeuge stellen oft ein großes Hindernis für den öffentliche Nahverkehr dar. Während ein Bus noch die Möglichkeit hat, die Fahrspur zu wechseln, ist für eine S-Bahn dann erst einmal ein unplanmäßiger Stopp nötig. Die Fahrgäste ärgern sich, der Fahrplan wird in seinem geregelten Ablauf gestört.

Nicht nur in Deutschland sehen sich die Verkehrsbetriebe mit solchen Situationen konfrontiert. Auch die Wiener Kollegen klagen über ähnliche Probleme. Das folgende Video zeigt, welche Folgen ein einziges falsch geparktes Auto im Betriebsablauf auslösen kann:

Das Ordnungsamt ist oft zu langsam

Im Regelfall ist das Ordnungsamt für den ruhenden Verkehr und damit auch für Falschparker, die den öffentlichen Nahverkehr behindern, zuständig. Bis die Mitarbeiter des Ordnungsamtes allerdings am Ort des Geschehens eintreffen, ist der Verkehrssünder oft schon wieder verschwunden. In Düsseldorf gilt deshalb nun Folgendes: Die Rheinbahn-Mitarbeiter dürfen selbst Knöllchen verteilen.

Bereits in der ersten Woche wurden schon 20 Strafzettel verteilt. Der Verkehrsbetrieb hofft, dass durch diese Maßnahme das Falschparken, vor allem in zweiter Reihe, nachlässt und der Linienverkehr störungsfreier abläuft.

Zwar können Busse im Gegensatz zu S-Bahnen ausweichen, wenn ihnen etwas im Weg steht, allerdings stellt das Parken auf einer solchen Busspur trotzdem kein Kavaliersdelikt dar. Auch hierdurch können Störungen und sogar Staus ausgelöst werden. Allein schon das Befahren des Sonderfahrstreifens ist untersagt. Behindern Sie dabei den Linienverkehr, droht ein Bußgeld von 35 Euro.

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