Nebelscheinwerfer nachrüsten: So bringen Sie Licht ins Dunkel

So funktioniert der Einbau neuer Nebelscheinwerfer

Sie können Nebelscheinwerfer vergleichsweise leicht nachrüsten.

Sie können Nebelscheinwerfer vergleichsweise leicht nachrüsten.

Nicht jedes Auto verfügt serienmäßig über Nebelscheinwerfer. Um auch bei schlechten Sichtverhältnissen den Durchblick zu behalten, entscheiden sich einige Autobesitzer dazu, Nebelscheinwerfer nachrüsten zu lassen.

Doch welche gesetzlichen Regelungen sind hierbei einzuhalten? Wie geht man am besten vor und welche Kosten entstehen?

In diesem Ratgeber erfahren Sie im Detail, was Sie beachten sollten, wenn Sie Nebelscheinwerfer nachrüsten möchten.

Nebelscheinwerfer selbst nachrüsten oder in die Werkstatt fahren?

Viele Autohersteller bereiten den Einbau bereits vor: Suchen Sie die Stoßstange Ihres Wagens nach entsprechenden Aussparungen ab, welche durch Kappen versteckt sind. Auch die notwendigen Kabel sind mitunter schon ab Werk verlegt: In diesem Fall lassen sich Nebelscheinwerfer besonders leicht nachrüsten.

Besitzen Sie ein älteres Auto oder ein Kfz, bei welchem der Hersteller keine Vorarbeit geleistet hat, empfiehlt es sich, den Einbau in einer Werkstatt durchführen zu lassen, wenn Sie keine Vorkenntnisse in Autoelektrik und –technik haben.

Alternativ können Sie lediglich den Kabelbaum fachmännisch verlegen lassen und die Nebelscheinwerfer anschließend selbst nachrüsten.

Gesetzliche Vorschriften: Nebelscheinwerfer zulässig einbauen

Da Nebelscheinwerfer ein helles und kräftiges Licht aussondern, muss deren Einbau einigen genauen Vorschriften genügen. Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) hält folgende Bestimmungen fest:

  • Das Licht der Nebelscheinwerfer muss weiß oder hellgelb sein. Gelbliches Licht wird meist als angenehmer empfunden, da es die Rückblendung durch den Nebel dämpft und auf einer nassen Straße weniger blendet.
  • Nebelscheinwerfer dürfen nicht höher als die Abblendlichter – insgesamt nicht höher als 80 cm – und nicht tiefer als 25 cm über der Straße angebracht werden.
  • Die Scheinwerfer sollten maximal 40 cm von der breitesten Stelle des Kfz nach innen versetzt sein.
  • Die Leuchtkraft darf bei einer Entfernung von 25 Metern nicht mehr als 1 Lux betragen.

Halten Sie diese Vorgaben ein, wenn Sie Nebelscheinwerfer nachrüsten, ist eine Eintragung beim TÜV nicht notwendig.

Wichtig! Sie dürfen nur Nebelscheinwerfer nachrüsten, welche das ECE-Prüfzeichen (E-Kennzeichen) besitzen. Andernfalls kann der Einbau dazu führen, dass Sie die Betriebserlaubnis Ihres Fahrzeugs verlieren.

Nebelscheinwerfer nachrüsten: Diese Kosten entstehen

Lassen Sie Nebelscheinwerfer professionell nachrüsten, können Kosten von mehreren hundert Euro entstehen.

Lassen Sie Nebelscheinwerfer professionell nachrüsten, können Kosten von mehreren hundert Euro entstehen.

Je nachdem, wie viel Vorarbeit bereits ab Werk geleistet wurde und ob Sie das Nachrüsten der Nebelscheinwerfer selbst übernehmen, entstehen unterschiedliche Kosten. An folgender Auflistung für die einzelnen Elemente können Sie sich orientieren:

  • Scheinwerfer und Leuchten: 60 – 100 Euro
  • Blende/Gitter: 20 – 50 Euro
  • Relais/Steuergerät: 6 – 15 Euro/30 – 80 Euro
  • Kabel/Kabelbaum: 15 – 30 Euro
  • Werkstatt (Arbeitskosten): 250 – 400 Euro

Beachten Sie, dass obige Auflistung lediglich als Beispiel dient. Je nach Automarke und Werkstatt können die Preise erheblich variieren.

Einige Hersteller bieten Komplettpakete mit allen notwendigen Teilen für 200 bis 350 Euro an.
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