Wer wann ein E-Kennzeichen bekommt

Von Julia, letzte Aktualisierung am: 24. September 2019

Kennzeichen mit einem E am Ende – Was hat es damit auf sich?

E-Kennzeichen: Nur fürs Elektroauto?
E-Kennzeichen: Nur fürs Elektroauto?

Ein Nummernschild folgt in der Regel immer demselben Aufbau: In Deutschland finden Sie am Anfang ein D unter der Europäischen Flagge vor. Daraufhin folgen die Länderkennung sowie einige Buchstaben und Zahlen. Viele Autofahrer lassen sich dabei ein Wunschkennzeichen erstellen, das beispielsweise ihre Initialen oder das Geburtsdatum enthält.

Einige Autofahrer haben sicher schon einmal ein E-Kennzeichen gesehen und fragen sich nun, was es damit auf sich hat. Hier lesen Sie, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Sie mit einem E im Kennzeichen herumfahren dürfen, welche Vorteile ein E-Kennzeichen hat und was dieses überhaupt bedeutet. Weitere wissenswerte Informationen lesen Sie im Folgenden

FAQ: E-Kennzeichen für Kfz

Was bedeutet ein E im Kennzeichen?

Ein Kfz-E-Kennzeichen bekommen Autos, die ganz oder teilweise mit Strom sowie durch Brennstoffzellen betrieben werden.

Hat ein Kfz-Kennzeichen mit dem Zusatz “E” Vorteile?

Fahrzeuge, die ein Kennzeichen mit E in Deutschland fahren, können in einigen Städten zum Teil kostenlos parken. In Hamburg ist das beispielsweise für zwei Stunden tagsüber erlaubt. Außerdem gibt es große Einsparungen bei der Kfz-Steuer und Kaufprämien.

Bekommt nur ein Elektroauto ein Kennzeichen mit E?

Nein, auch Plug-In-Hybride und Fahrzeuge mit Brennstoffzellen können ein E-Kennzeichen bekommen.

Was bedeutet das E im Kennzeichen?

Um den Umstieg auf erneuerbare Energien voranzutreiben, gibt es in Deutschland einige Vorteile für Elektrofahrzeuge. Damit diese auch als solche erkennbar sind, werden Sie mit einem E-Kennzeichen ausgestattet. Doch welche Fahrzeuge gelten überhaupt als Elektroautos und dürfen dementsprechend ein E auf dem Kennzeichen tragen?:

  • Autos, die mit Brennstoffzellen angetrieben werden
  • Elektrofahrzeuge und
  • Plug-In-Hybriden
E-Auto: Das Kennzeichen endet mit einem E.
E-Auto: Das Kennzeichen endet mit einem E.

Haben Sie ein solches Fahrzeug, können Sie also das entsprechende Kennzeichen für Ihr E-Auto besorgen. So ein E-Kennzeichen beantragen können sie bei der örtlichen Zulassungsstelle. Dafür benötigen Sie Ihren Personalausweis, die Fahrzeugpapiere, eine Versicherungsbestätigung und etwas Geld.

E-Kennzeichen: Diese Vorteile bringt es mit sich

Autos, die mit einem Kfz-Kennzeichen mit einem E darin ausgestattet sind, genießen einige Privilegien. Zum einen können Fahrzeughalter, oder jene, die über den Autokauf nachdenken, bereits beim Erwerb eines Elektroautos mit zukünftigem E-Kennzeichen Geld sparen:

E-Kennzeichen für Hybrid-Fahrzeuge? Ja, die gibt es!
E-Kennzeichen für Hybrid-Fahrzeuge? Ja, die gibt es!

Die Bundesregierung hat ein Budget von 600 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, damit mehr Menschen die hohen Anschaffungskosten für ein Elektromobil stemmen können. Jeder der bis Ende 2020 ein solches erstmalig anmeldet und sich dementsprechend ein E-Kennzeichen reservieren möchte, wird mit 4000 Euro unterstützt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieses dann Ihr eigener Wagen ist oder Sie ihn zunächst leasen.

Aber auch die Fahrer von Hybriden werden gefördert. Hybridfahrzeuge verfügen über einen Verbrennungsmotor, der einspringen kann, wenn der Akku leer und die nächste Ladestation noch ein Stück entfernt ist. Diese Fahrzeugklasse bekommt einen Zuschuss von 3000 Euro.

Umweltbewusste Stromer-Fahrer dürfen sich über weitere Ersparnisse freuen:

  • Bei einer Erstzulassung bis Ende des Jahres 2020 zahlen Sie für 10 Jahre keine Kfz-Steuer. Und selbst danach wird nur ein kleiner Anteil des sonst gültigen Steuersatzes fällig. In puncto Kfz-Steuer müssen Sie sich über die Pferdestärken Ihres E-Autos also keine Gedanken machen. Durch das E-Kfz-Kennzeichen sparen Sie hier eine Menge Geld.
  • Einige Kommunen bieten für Autos mit einem E-Kennzeichen in Deutschland kostenloses Parken an. Das kann zwar von Stadt zu Stadt variieren, aber die ortsansässigen Ordnungsbeamten erkennen Kennzeichen für E-Autos auf den ersten Blick. Auch für den Leihen ist ein Elektroauto durch ein E im Kennzeichen leicht auszumachen. Etwa in Hamburg zahlen diese tagsüber für zwei Stunden keine Parkgebühren. An den Ladesäulen dürfen sie theoretisch sogar den ganzen Tag über kostenfrei stehen. Allerdings wissen E-Autofahrer mit niedrigem Ladestand wie nervenaufreibend es sein kann, ein anderes Elektroauto an einer Ladesäule stehen zu sehen, obwohl diese gar nicht benutzt wird.

Das E bei einem Kennzeichen ist also nicht nur die reine Information darüber, dass es sich um ein Elektromobil handelt – nein, mit einem E-Kennzeichen gehen einige Privilegien einher, die die Anschaffung der noch recht kostenintensiven Autos erschwinglicher machen soll. Die Kaufprämie etwa wurde erst neulich bis auf den 31. Dezember 2020 verlängert. Der Antrag kann online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gestellt werden (BAFA). Förderfähig sind Fahrzeuge, deren Basislistenpreis 60.000 Euro nicht übersteigt.

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