Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße in Deutschland

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Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen hängt vom Kfz ab

In Deutschland gelten für unterschiedliche Strecken unterschiedliche Tempolimits. Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) gibt genau vor, wie schnell mit dem jeweiligen Kraftfahrzeug gefahren werden darf.

Dabei ist entscheidend, ob Sie innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften unterwegs sind. außerorts gilt nämlich eine andere Höchstgeschwindigkeit auf Landstraße und Autobahn, als innerhalb geschlossener Ortschaften.

Doch wie genau ist die Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße eigentlich definiert? Gelten unterschiedliche Angaben für Pkw und Lkw? Diesen Fragen geht der nachfolgende Ratgeber auf den Grund und informiert Sie umfassend über die jeweils zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße.

Für wen gilt auf der Landstraße welche Höchstgeschwindigkeit?

Die Bestimmungen zur Höchstgeschwindigkeit auf Landstraße und Co. sind in der StVO festgehalten. Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt beispielsweise ein Tempolimit von 50 km/h. Allerdings dürfen Verkehrsteilnehmer immer nur so schnell fahren, dass sie ihr Fahrzeug ständig beherrschen können.

Bei schlechten Witterungsbedingungen muss also im Zweifelsfall auch einmal von den zulässigen Höchstgeschwindigkeiten abgewichen werden. Dies dient der allgemeinen Verkehrssicherheit. Unter günstigen Bedingungen gelten gemäß § 3 Absatz 3 StVO folgende Höchstgeschwindigkeiten:

[…]
a) für
aa) Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 t bis 7,5 t, ausgenommen Personenkraftwagen,
bb) Personenkraftwagen mit Anhänger,
cc) Lastkraftwagen und Wohnmobile jeweils bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 t mit Anhänger sowie
dd) Kraftomnibusse, auch mit Gepäckanhänger,
80 km/h,
b) für
aa) Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 t,
bb) alle Kraftfahrzeuge mit Anhänger, ausgenommen Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Wohnmobile jeweils bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 t, sowie
cc) Kraftomnibusse mit Fahrgästen, für die keine Sitzplätze mehr zur Verfügung stehen,
60 km/h,
c) für Personenkraftwagen sowie für andere Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3,5 t
100 km/h.
[…]

Es gibt also drei verschiedene Höchstgeschwindigkeiten, welche auf der Landstraße in Betracht kommen und vom jeweiligen Kfz, welches Sie führen abhängen. Für einen Pkw ohne Anhänger gelten 100 km/h als Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße.

Wichtig: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße, welche von der StVO vorgegeben wird, gilt nur, sofern keine Verkehrsschilder kein anderes Tempolimit vorgeben. Befindet sich auf der Landstraße beispielsweise eine Baustelle, so muss die Geschwindigkeit in aller Regel drastisch reduziert werden, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.
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Pkw & Lkw: Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße als Tabelle zusammengefasst

Im folgenden Haben wir die zulässige Höchstgeschwindigkeit für die einzelnen Fahrzeuge übersichtlich in Tabellenform zusammengestellt:

Zulässige HöchstgeschwindigkeitFür welche Kfz gültig?
60 km/h- Kfz über 7,5 t
- Kfz über 3,5 t mit Anhänger
- Busse mit Fahrgästen, für die keine Sitzplätze zur Verfügung stehen
80 km/h- Kfz von 3,5 bis 7,5 t (ausgenommen Pkw)
- Pkw mit Anhänger
- Lkw und Wohnmobile bis 3,5 t mit Anhänger
- Busse (auch mit Gepäckanhänger)
100 km/h- Pkw und andere Kfz bis 3,5 t

Die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße wird kontrolliert

Die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße dient der Verkehrssicherheit.

Die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße dient der Verkehrssicherheit.

Da die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße vor allem der Verkehrssicherheit dient, wird in Deutschland strikt gegen Temposünder vorgegangen. Zu diesem Zweck werden Blitzer und Radarfallen eingesetzt, auch eine mobile Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren ist möglich.

Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße missachtet und dabei geblitzt wird, muss mit Sanktionen gemäß Bußgeldkatalog rechnen. Diese können aus einem Bußgeld, Punkten in Flensburg oder einem Fahrverbot bestehen. Wie hoch die Strafen im Einzelnen ausfallen, hängt maßgeblich von der gefahrenen Geschwindigkeit ab.

Der nachfolgenden Tabelle können Sie entnehmen, welche Strafen drohen, wenn Sie auf der Landstraße die Höchstgeschwindigkeit überschreiten. Alternativ können Sie auch unseren Bußgeldrechner nutzen.

Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße überschritten: Sanktionen (Tabelle)

VerstoßStrafePunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
… bis 10 km/h10 €eher nicht
… 11 - 15 km/h20 €eher nicht
… 16 - 20 km/h30 €eher nicht
… 21 - 25 km/h70 €1Hier prüfen
… 26 - 30 km/h80 €1(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
… 31 - 40 km/h120 €1(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
… 41 - 50 km/h160 €21 Monat1 MHier prüfen
… 51 - 60 km/h240 €21 Monat1 MHier prüfen
… 61 - 70 km/h440 €22 Monate2 MHier prüfen
über 70 km/h600 €23 Monate3 MHier prüfen

*Ein Fahrverbot gibt es in der Regel nur, wenn es zweimal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr kommt.

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Bußgeldrechner zur überschrittenen Geschwindigkeit

Können Sie ein Fahrverbot umgehen?

Die Höchstgeschwindigkeit für Lkw auf der Landstraße beträgt 80 km/h.

Die Höchstgeschwindigkeit für Lkw auf der Landstraße beträgt 80 km/h.

Wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße deutlich überschritten, ist gemäß Bußgeldkatalog auch ein Fahrverbot vorgesehen. Gerade für Lkw-Fahrer kann dieses die Existenz bedrohen, ist diese Berufsgruppe doch auf die Fahrerlaubnis angewiesen.

In einigen Fällen ist es möglich, das angeordnete Fahrverbot in ein höheres Bußgeld umzuwandeln. Allerdings obliegt die Entscheidung diesbezüglich stets einem Richter. Ist allerdings die berufliche Existenz gefährdet und es handelt sich um einen Ersttäter, stehen die Chancen in aller Regel nicht schlecht, das Fahrverbot in ein höheres Bußgeld umzuwandeln.

Es empfiehlt sich, einen Anwalt für Verkehrsrecht zu konsultieren. Dieser kann Ihren Fall kompetent bewerten und die Chancen zur Umwandlung des Fahrerverbots verlässlich einschätzen. Zudem ist ein Rechtsbeistand vor Gericht von Vorteil.

Wichtig: Blitzer und Radarfallen können auch fehlerhafte Messergebnisse liefern. Daher sollten Sie jeden Bußgeldbescheid genau überprüfen. Kommen Ihnen Zweifel an der Richtigkeit der Messung, können Sie innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Schreibens schriftlich Einspruch bei der jeweiligen Bußgeldstelle einlegen. Beachten Sie dabei unbedingt die zweiwöchige Frist, andernfalls erlangt der Bußgeldbescheid die Rechtskraft und die Sanktionen müssen beglichen werden.
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