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Führerschein kaputt: Ist dieser noch gültig?

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 12. Juli 2021

Wenn der Lappen unbrauchbar wird

Vorschriften zum Führerschein: Ist dieser kaputt bzw. beschädigt noch gültig?
Vorschriften zum Führerschein: Ist dieser kaputt bzw. beschädigt noch gültig?

Durch einen kleinen Moment der Unachtsamkeit oder eine ungeschickte Bewegung kann schnell allerhand zu Bruch gehen. Besonders ärgerlich ist dies, wenn dabei persönliche Andenken oder wichtige Dokumente beschädigt werden. Also zum Beispiel ein alter Führerschein aus Papier zerreißt oder beim neue Kartenführerschein eine Ecke abbricht.

Doch ist es überhaupt schlimm, wenn der Führerschein kaputt ist? Was ist zu tun? Verliert ein Führerschein, der gebrochen ist, seine Gültigkeit? Muss ich mich um einen Ersatz für das Dokument bemühen? Und wie viel kostet der neue Führerschein? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der nachfolgende Ratgeber.

FAQ: Führerschein kaputt

Was ist zu unternehmen, wenn der Führerschein durchgebrochen ist?

Ist Ihr Führerschein kaputt, können Sie diesen bei der zuständigen Führerscheinstelle umtauschen. Eine Verpflichtung dazu sehen die Gesetzestexte allerdings nicht vor.

Behält ein kaputter Führerschein weiterhin seine Gültigkeit?

Ja, solange alle Angaben auf dem Führerschein lesbar sind, sollte dies der Fall sein.

Was kostet der Umtausch des beschädigten Führerscheins?

Wollen Sie einen beschädigten Führerschein umtauschen, belaufen sich die dafür anfallenden Kosten üblicherweise auf bis zu 40 Euro.

Verliert ein beschädigter Führerschein seine Gültigkeit?

Führerschein gebrochen: Was muss ich tun?
Führerschein gebrochen: Was muss ich tun?

Geht bei einem Führerschein die Karte kaputt oder ist ein Papierführerschein versehentlich in der Waschmaschine gelandet, stellen sich die Inhaber nicht selten die Frage, ob der Nachweis der Fahrerlaubnis in diesem Zustand noch immer gültig ist. Tatsächlich lässt sich unter § 24a Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), der sich mit der Gültigkeit von Führerscheinen befasst, zu dieser Thematik relativ wenig finden. So heißt es in § 24a Abs. 4 Satz 3 lediglich:

Er verliert seine Gültigkeit mit Zustellung des neuen Führerscheins, Ablauf der Frist oder wenn der Gültigkeitsaufkleber entfernt oder beschädigt wurde.

Da der Gesetzgeber also keine konkreten Angaben zu einem möglichen Verlust der Gültigkeit aufgrund einer Beschädigung macht, ist grundsätzlich anzunehmen, dass der Führerschein auch kaputt weiterhin genutzt werden kann. Es ist allerdings davon auszugehen, dass dies nur solange gilt, wie alle Informationen noch lesbar und zum Beispiel von der Polizei in Zuge einer Verkehrskontrolle zu überprüfen sind.

Ist bei Ihrem Führerschein eine Ecke abgebrochen oder weist dieser einen Riss auf, können Sie dies in der Regel mithilfe von durchsichtigem Klebeband reparieren. Mit Sanktionen müssen Sie dadurch nicht rechnen, denn der Bußgeldkatalog sieht dafür keinen Tatbestand vor. Verstoßen Sie hingegen gegen die Mitführpflicht, droht ein Verwarngeld in Höhe 10 Euro.

Führerschein kaputt: Was kostet ein neuer?

Führerschein kaputt: Diesen neu zu beantragen geht mit Kosten in Höhe durchschnittlich bis zu 40 Euro einher.
Führerschein kaputt: Diesen neu zu beantragen geht mit Kosten in Höhe durchschnittlich bis zu 40 Euro einher.

Wurde der Führerschein, weil die Karte gebrochen oder unleserlich ist, unbrauchbar, müssen Sie sich um einen Ersatz zu kümmern. Auch wenn der Gesetzgeber keine konkrete Definition liefert, wann ein Führerschein so kaputt ist. Doch wo beantragen Sie den Ersatz und welche Unterlagen werden dafür benötigt?

Zuständig für den Umtausch ist in der Regel die Führerscheinstelle, aber auch die Bürgerämter können vielerorts die richtige Anlaufstelle sein. Um einen neuen Führerschein zu beantragen, müssen Sie folgende Dokumente mitbringen:

  • gültiger Personalausweis bzw. Reisepass mit Meldebescheinigung
  • aktuelles biometrisches Passbild
  • beschädigter Führerschein

Geht der Führerschein kaputt, fallen dadurch Kosten an. Wie teuer der Ersatz dabei im Einzelnen ist, variiert je nach Wohnort bzw. Bundesland, denn einheitliche Vorgaben zu den Gebühren gibt es in Deutschland nicht. In der Regel belaufen sich die Ausgaben auf bis zu 40 Euro. Damit ist der Umtausch in diesem Fall deutlich günstiger, als wenn zum Beispiel der Führerschein verloren geht. 

Da die Herstellung des neuen Führerscheins etwa vier Wochen in Anspruch nimmt, besteht die Möglichkeit, in der Zwischenzeit einen vorläufigen Führerschein zu beantragen. Dieser geht je nach Wohnort üblicherweise mit zusätzlichen Ausgaben zwischen 10 und 25 Euro einher.

Quellen und weiterführende Links

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