Fahrradunfall ohne Helm – Was ist zu befürchten?

Ein Fahrradsturz ohne Helm kann die Gesundheit massiv gefährden

Ein Fahrradunfall ohne Helm kann nicht nur ein Schädel-Hirn-Trauma nach sich ziehen. Deshalb tragen ihn viele vorsorglich.

Ein Fahrradunfall ohne Helm kann nicht nur ein Schädel-Hirn-Trauma nach sich ziehen. Deshalb tragen ihn viele vorsorglich.

Radfahrer sind neben Fußgängern die vermutlich fragilsten Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr. Während Auto- und Lkw-Fahrer bei einem etwaigen Unfall von Blech umgeben sind, gelangen gerade Fahrradfahrer schnell unter die Räder, ohne dabei von einer Knautschzone geschützt zu sein.

Die zu erwartenden Folgen sind dabei – gerade wenn kein Fahrradhelm getragen wird – mit unter erheblich und können bis hin zum Tod führen.

Dieser Ratgeber führt auf, weshalb sich manche fürs Radfahren mit oder ohne Helm entscheiden und welche Konsequenzen drohen. Darüber hinaus wird erläutert, was die Versicherung zum Thema „Unterwegs mit dem Rad ohne Helm“ im Zusammenhang mit Unfällen sagt.

Folgen vom Fahrradunfall ohne Helm: Die Kopfverletzungen sind wohl das Schlimmste

Kommt es zur Konfrontation eines Fahrrades mit einem Kfz, hat der Radfahrer häufig das Nachsehen. Er ist den Folgen eines solchen Zusammenpralls in der Regel schutzlos ausgeliefert, trägt er doch weder entsprechend sichernde Kleidung wie ein Motorradfahrer und meist noch nicht mal einen Helm, der seinen Kopf beim Aufprall abfedert. Ein Fahrradunfall ohne Helm kann daher desaströse Auswirkungen haben.

Stößt ein Radfahrer mit einem Auto zusammen, wird dieser häufig durch die Luft gewirbelt und knallt anschließend mit voller Wucht zu Boden. Von einem kontrollierten Fallen kann hier quasi nie ausgegangen werden, sodass Schürfwunden nur das geringste Übel sind. Auch Brüche verschiedener Körperteile sind die Regel. Besonders gefährlich sind diese, wenn es diese an der Wirbelsäule, gerade in der Halsregion, auftreten. Doch Unfälle mit dem Rad ohne Helm gehen noch mit einer schlimmeren Gefahr einher: Verletzungen am Kopf.

Die Aufprallwucht bei Fahrradunfällen ist enorm, auch wenn das Auto nicht besonders schnell fuhr. Deshalb ist es umso wichtiger, als Radfahrer vorsichtig zu fahren und sich, wenn möglich zu schützen, z. B. mit einem Helm.

Die Helmpflicht in Deutschland wird heiß diskutiert

Fahrradunfall ohne Helm? Ob die Helmpflicht eingeführt werden sollte, scheidet die Geister.

Fahrradunfall ohne Helm? Ob die Helmpflicht eingeführt werden sollte, scheidet die Geister.

Ob Fahrradfahrern künftig verpflichtend auferlegt wird, ausschließlich mit Helm zu radeln, ist in der Bundesrepublik höchst umstritten. Während die einen eine Zahl an Argumenten dafür anführen, finden andere ausreichend Gründe gegen die Helmpflicht beim Radfahren.

Das sagen die Befürworter: Ein Fahrradunfall ohne Helm hat schlimmste Folgen, die sogar bis zum Tod des radelnden Verkehrsteilnehmers führen können. Der Kopfschutz mildert die Stoßwirkungen ab und verursacht damit nur minimale Schäden. Darüber hinaus ist ein Helm sehr leicht, Sie merken ihn kaum beim Tragen, sofern er richtig angebracht ist.

Die Gegner monieren: Ein Helm ist unkomfortabel beim Fahren und Transport, darüber hinaus zerstört er die Frisur und würde motorisierte Verkehrsteilnehmer dazu verleiten, sich riskanter und nicht gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVO) zu verhalten.

Klingt zunächst merkwürdig, wird aber mit einem psychologischen Effekt begründet: Da die Fahrradfahrer stärker geschützt sind, verändert sich das eigene Verhalten. Hierdurch würde kein Plus in der Verkehrssicherheit erreicht.

Wie reagiert die Versicherung auf den Fahrradunfall ohne Helm?

Wer sich in seiner Freizeit gern aufs Fahrrad schwingt, um sich sportlich zu betätigen und an die frische Luft zu kommen, schnallt sich nicht immer einen Fahrradhelm auf den Kopf. Die meisten denken doch, dass ihnen angesichts ihrer Fertigkeiten schon nichts zustoßen wird.

Wie aber verhält es sich, wenn Sie in einen Fahrradunfall ohne Helm verwickelt wurden? Springt dann die Versicherung ein, oder kann unter diesen Umständen eine Teilschuld eingeräumt werden?

Zu diesen und ähnlich gelagerten Fällen gibt es schon einige Gerichtsurteile. Nicht immer fielen diese eindeutig aus. Wann ein Fahrradfahrer dazu verpflichtet ist, einen Helm zu tragen, ist abhängig von:

  • dem Zweck seiner Fahrt (Sport oder Freizeit)
  • der jeweiligen Situation, in der er sich befand (fuhr er auf einer Straße oder einem Radweg, innerorts oder außerorts)
  • der gefahrenen Geschwindigkeit.

An Parametern wie diesen bemessen Versicherungen, ob sie bei einem Fahrradunfall ohne Helm zahlen oder nicht. Bei der Entscheidung, ob Sie einen Schadenersatz geltend machen können, spielen also verschiedene Dinge eine Rolle. Es ist damit durchaus möglich, dass Sie eine Mitschuld tragen müssen, weil Sie nicht zum Helm griffen. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie diesen nicht am Rucksack, sondern auf ihrem Kopf befestigen. Davon profitieren Sie nicht nur in monetärer, sondern auch in gesundheitlicher Hinsicht.

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