Verwarngeld nicht bezahlt – Bußgeld folgt

Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 14. Juni 2019

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Ein Bußgeld folgt aufs Verwarngeld, wenn dieses nicht gezahlt wird.

Ein Bußgeld folgt aufs Verwarngeld, wenn dieses nicht gezahlt wird.

Was ist ein Verwarngeld?

Begehen Sie einen geringfügigen Verkehrsverstoß, kann von Ihnen anschließend ein Verwarngeld (häufig auch Verwarnungsgeld genannt) verlangt werden. Im Grunde ist auch dies eine Geldbuße, dabei jedoch nicht mit dem Bußgeld gleichzusetzen. Letzteres fordert in diesem Zusammenhang erst die Bußgeldstelle nur dann ein, wenn Sie es versäumt bzw. sich geweigert haben, das Ihnen auferlegte Verwarnungsgeld rechtzeitig zu zahlen.

Wie hoch ein Verwarngeld sein kann, das ergibt sich aus dem § 56 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten. Hier heißt es, dass diese zwischen fünf und 55 Euro betragen. Im Verkehrsrecht werden diese Geldbußen durch die Regelsätze im Bußgeldkatalog festgelegt.

Wie genau unterscheidet sich nun das Bußgeld, das die Bußgeldstelle in einem offiziellen Bußgeldbescheid fordert, vom Verwarngeld? Im Grunde ist es so, dass es den Beamten Aufwand und dem Betroffenen Geld spart: Da kein Bußgeldverfahren in dem Sinne eröffnet wird, bedeutet es weniger Arbeit für die zuständigen Sachbearbeiter. Daher werden dem Verkehrssünder auch keine zusätzlichen Gebühren in Rechnung gestellt, die andernfalls beim Bußgeld dazukommen. Diese Option besteht jedoch, wie erwähnt, nur bei leichten Verkehrsordnungswidrigkeiten bspw. wenn Sie im Halteverbot parken.


Das Verwarngeld wird wie ein Bescheid auch dem Halter des Fahrzeugs zugestellt. Liegt eine Ordnungswidrigkeit im ruhenden Verkehr vor, wird die Verwarnung z. B. an die Windschutzscheibe geklemmt. In diesem Fall hat der Halter 10 Tage Zeit zu bezahlen, ansonsten wird ihm eine Verwarnung zugesendet.
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Es ist nicht möglich, gegen ein Verwarngeld Rechtsmittel einzulegen. Der Halter kann allerdings Angaben zur Ordnungswidrigkeit und den Verantwortlichen machen, falls er nicht selbst gefahren ist. Die Bußgeldstelle entscheidet dann, ob das Verfahren eingestellt wird oder ein Bescheid versandt wird.

Bußgeldbescheid wegen nicht angenommener Verwarnung

Aus einem Verwarnungsgeld kann ein Bußgeld werden, wenn eine Zahlung der geforderten Geldbuße ausbleibt. In diesem Fall eröffnet die Behörde dann ein Bußgeldverfahren und weitere Gebühren fallen an.

Für die Zahlung des Verwarngelds bleibt dem Betroffenen eine Woche Zeit. Weitere Kosten und Gebühren fallen nicht an. Darüber hinaus wird die Verwarnung nur wirksam, wenn der Betroffene über sein Weigerungsrecht belehrt wurde.

Die Verwarnung nach Absatz 1 Satz 1 ist nur wirksam, wenn der Betroffene nach Belehrung über sein Weigerungsrecht mit ihr einverstanden ist und das Verwarnungsgeld entsprechend der Bestimmung der Verwaltungsbehörde entweder sofort zahlt oder innerhalb einer Frist, die eine Woche betragen soll, bei der hierfür bezeichneten Stelle oder bei der Post zur Überweisung an diese Stelle einzahlt. (§ 56 OWiG)

Nutzt der Betroffene sein Weigerungsrecht, geht die Verwarnung in ein Bußgeldbescheid über.

Verweigert der Betroffene die Verwarnung, wird ebenfalls ein Bußgeldbescheid zugesandt.  Gleiches passiert auch, wenn das Verwarngeld nicht innerhalb der einwöchigen Frist bezahlt wird.

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1 Kommentar

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  1. Jürgen sagt:

    Die Frist von einer Woche für die Zahlung der Verwarnung ist speziell in der Urlaubszeit grotesk bürgerunfreundlich.

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