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Parkverbotsschild: Die Bedeutung der Verkehrszeichen 286

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 17. Juli 2022

Bußgelder: Schild zum Parkverbot missachtet

VerstoßBußgeld
Sie parkten trotz Verkehrszeichen 286 (Parkverbot/eingeschränktes Halteverbot).25 €
… mit Behinderung40 €
… länger als 1 Stunde40 €
… länger als 1 Stunde mit Behinderung50 €

FAQ: Parkverbotsschild

Welche Verkehrsschilder zeigen ein Parkverbot an?

Bei dem umgangssprachlich als „Parkverbotsschild” bekannten Zeichen handelt es sich offiziell um das Verkehrszeichen 286, welches ein eingeschränktes Halteverbot markiert. Beim Verkehrszeichen 283 („absolutes Halteverbot”) ist das Parken aber ebenfalls verboten. Obendrein existieren noch weitere Straßenschilder, die ein Parkverbot anzeigen. Dazu gehören zum Beispiel das Haltestellenschild und das Andreaskreuz. Auch bei diesen Verkehrszeichen dürfen Sie in bestimmten Abständen davor und dahinter nicht parken.
Zeichen 286: Eingeschränktes Halteverbot Zeichen 283: Absolutes Halteverbot Verkehrszeichen 224 Verkehrszeichen 201: Andreaskreuz

Haben Parkverbotsschilder eine andere Bedeutung als Halteverbotsschilder?

Ja und nein. Offiziell existiert das Parkverbotsschild gar nicht, sondern ist als Schild „eingeschränktes Halteverbot” (Verkehrszeichen 286) bekannt. Da daneben aber noch das Schild „absolutes Halteverbot” (Verkehrszeichen 283) besteht, wird hier umgangssprachlich oft eine Unterscheidung getroffen: Das eingeschränkte Halteverbot ist das Parkverbot und das absolute Halteverbot gilt als Halteverbot im engeren Sinne. Bei beiden Schildern ist es nicht erlaubt zu parken.

Was bedeutet ein Parkverbotsschild mit Pfeil?

Parkverbotsschilder, die einen Pfeil (oder zwei) aufweisen, finden sich üblicherweise bei längeren Verbotsstrecken. Die Pfeile zeigen an, wo diese beginnen bzw. enden. Ausführliche Informationen zur Bedeutung der Pfeile finden Sie hier.

Das Parkverbotsschild heißt offiziell „eingeschränktes Halteverbot”

Ganz schön abstrakt: Parkverbotsschilder bedürfen einer Erklärung.
Ganz schön abstrakt: Parkverbotsschilder bedürfen einer Erklärung.

In der Anlage 2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) werden die Vorschriftszeichen erläutert. Suchen Sie hier nach dem Parkverbotsschild, werden Sie jedoch feststellen, dass es diese Bezeichnung gar nicht gibt. Offiziell heißt das Verkehrszeichen 286 nämlich „eingeschränktes Halteverbot”. Bei diesem Zeichen ist das Halten nach wie vor erlaubt, sofern Sie Ihr Fahrzeug hier höchstens für drei Minuten abstellen und dieses nicht verlassen. Das Parken hingegen ist absolut tabu, weshalb das Verkehrszeichen umgangssprachlich eben auch als „Parkverbotsschild” bekannt ist.

Die Bezeichnung existiert vor allem in Abgrenzung zum Verkehrszeichen 283 („absolutes Halteverbot”). Bei diesem Schild ist laut StVO das Halten auf der Fahrbahn verboten. Es ist in der Praxis aber unmöglich zu parken, ohne vorher auch zu halten. Demnach gilt auch bei diesem Verkehrszeichen ein Parkverbot, selbst wenn die StVO dies nicht explizit erwähnt.

Demnach handelt es sich bei beiden Halteverbotsschildern immer auch um Parkverbotsschilder. Sie werden lediglich anders in der StVO bezeichnet.

Parkverbot: Was ein Schild mit Pfeil bedeutet

Halte- bzw. Parkverbotsschilder weisen mitunter einen oder zwei weiße Pfeile auf. Das kommt vor, wenn die Verbotsstrecke länger ist und deshalb durch mehrere Schilder markiert wird, um die Autofahrer fortwährend an das bestehende Parkverbot zu erinnern:

  • Ein weißer Pfeil, der zur Fahrbahn zeigt, kennzeichnet den Beginn der Verbotsstrecke.
  • Zeigt der Pfeil von der Fahrbahn weg, endet das Parkverbot.
  • Ein Parkverbotsschild mit zwei Pfeilen, die in verschiedene Richtungen zeigen, weist auf ein Fortbestehen des Verbots hin.
VZ 286 mit Pfeil zur Fahrbahn: Anfang des Halteverbots
VZ 286 mit Pfeil zur Fahrbahn: Anfang des Halteverbots
VZ 286 mit Pfeil von Fahrbahn weg: Ende des Halteverbots
VZ 286 mit Pfeil von Fahrbahn weg: Ende des Halteverbots
VZ 286 mit zwei Pfeilen: Fortführung des Halteverbots
VZ 286 mit zwei Pfeilen: Fortführung des Halteverbots

„Parkverbotsschilder” im weiteren Sinne

Neben dem eigentlichen Parkverbotsschild gibt es noch andere Verkehrsschilder, die ein Parkverbot anzeigen können. Dazu wollen wir Ihnen ein paar Beispiele geben:

Das Verkehrszeichen 224 kennzeichnet eine Bushaltestelle in Deutschland.
Das Verkehrszeichen 224 kennzeichnet eine Bushaltestelle.

Sehen Sie ein Haltestellenschild, dürfen Sie 15 Meter davor und dahinter nicht parken.

Verkehrszeichen 201: Andreaskreuz
Verkehrszeichen 201: Das Andreaskreuz markiert den Bahnübergang.

Bei einem Andreaskreuz ist das Parken sowohl davor als auch dahinter in einem Abstand von 5 Metern (innerorts) bzw. 50 Metern (außerorts) verboten.

VZ 314 mit Zusatzschild: Für alle Fahrzeuge außer Krafträdern gilt hier ein Parkverbot.
VZ 314 mit Zusatzschild: Für alle KFZ außer Krafträdern gilt hier ein Parkverbot.

Das Schild 314 weist eigentlich darauf hin, dass das Parken an dieser Stelle erlaubt ist. Es kann aber mit einem Zusatzschild daherkommen, dass diese Erlaubnis einschränkt. Werden die Bedingungen des Zusatzschildes nicht erfüllt, gilt ein Parkverbot. Hier im Beispiel dürfen ausschließlich Krafträder im entsprechenden Bereich parken. Für alle anderen Fahrzeuge ist das Parken hier tabu.

Zeichen 103: Kurve
Zeichen 103: In einer scharfen Kurve sind gemäß § 12 Abs. 1 StVO sowohl das Parken als auch das Halten verboten.

Dieses Schild soll Sie eigentlich nur vor einer scharfen Kurve warnen und stellt selbst keine besonderen Vorschriften auf. Gemäß § 12 Abs. 1 StVO ist es in scharfen Kurven aber generell untersagt zu halten oder zu parken. Somit handelt es sich auch bei diesem Zeichen indirekt um ein „Parkverbotsschild”.

Quellen und weiterführende Links

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