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Kühlmittel-Kontrollleuchte: Wie verhalten, wenn diese aufblinkt?

Von Nicole P.

Letzte Aktualisierung am: 16. März 2024

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

FAQ: Kühlmittel-Warnleuchte

Wie sieht die Kühlmittelkontrollleuchte aus?

Das Symbol für die Warnleuchte zum Kühlmittel zeigt ein Thermometer, welches sich in einer Flüssigkeit befindet. Je nach Fahrzeug und Hersteller kann die Kontrollleuchte in Rot, Gelb oder Blau leuchten bzw. blinken.  
Kontrollleuchten: Kühlmittel

Was bedeuten die Farben bei der Kühlflüssigkeit-Kontrollleuchte?

Leuchtet die Kühlwasser-Kontrollleuchte gelb, kann dies ein Hinweis auf einen zu geringen Kühlwasserstand sein. Daher sollten Sie diesen überprüfen und ggf. Kühlwasser nachfüllen. Erscheint die rote Leuchte, ist der Kühlwasserstand deutlich zu niedrig oder die Kühlwassertemperatur ist zu hoch. Die blaue Kontrollleuchte zum Kühlwasser zeigt an, dass der Motor und das Kühlwasser noch „kalt“ sind und eine starke Belastung zu vermeiden ist. Nach einigen Metern bzw. Kilometern erlischt diese in der Regel von alleine.

Was tun, wenn die Kühlflüssigkeit-Warnleuchte rot leuchtet?

Die rote Kühlmittel-Kontrollleuchte weist auf die Überhitzung des Motors hin. Um schwerwiegende Schäden an diesem zu verhindern, sollten Sie schnellstmöglich anhalten und das Fahrzeug abkühlen lassen. Anschließend ist ein Besuch in der Werkstatt ratsam.

Kontrollleuchten am Auto: Meldung zum Kühlmittel

Wann wird die Kühlmittel-Kontrollleuchte im Cockpit angezeigt?
Wann wird die Kühlmittel-Kontrollleuchte im Cockpit angezeigt?

Damit ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor von A nach B gelangen kann, muss – wie der Name bereits vermuten lässt – Kraftstoff verbrannt werden. Bei diesem Prozess wird sehr viel Wärme freigesetzt, die dem Motor schaden würde. Um dies zu verhindern und die Wärme an die Außenluft abzugeben, kommt ein Kühler mit speziellem Kühlwasser zum Einsatz.

Ist nicht genug Kühlflüssigkeit vorhanden oder wird diese zu heiß, droht die Überhitzung des Motors. Damit Fahrzeugführer rechtzeitig reagieren und einen teuren Motorschaden verhindern können, verfügen die Kfz über eine Kühlmittel-Kontrollleuchte, die bei einem möglichen Defekt oder sonstigen Mängeln am Armaturenbrett aufleuchtet.

Dabei gibt mitunter bereits die Farbe der Kühlwasser-Warnleuchte an, was für ein Problem vorliegt. Welche Bedeutung die einzelnen Farben üblicherweise haben, können Sie der nachfolgenden Auflistung entnehmen. Bedenken Sie dabei allerdings, dass jedes Fahrzeug anders ist. Für spezifische Informationen zu Ihrem Auto sollten Sie daher einen Blick ins entsprechende Handbuch werfen.

  • Blaue Kontrollleuchte: Leuchtet beim Start auf und zeigt an, dass der Motor noch „kalt“ ist. Eine zu starke Belastung des Motors sollte währenddessen vermieden werden. Erreicht das Kühlwasser eine Temperatur von 40-50°C, erlischt die Kühlmittel-Kontrollleuchte von alleine.
  • Gelbe Kontrollleuchte: Das Kühlmittel ist nicht mehr ausreichend vorhanden. Überprüfen Sie den Kühlwasserstand und füllen Sie ggf. Kühlflüssigkeit nach.
  • Rote Kontrollleuchte: Die Kühlflüssigkeit ist zu stark erhitzt oder der Kühlwasserstand ist deutlich zu gering. Um einen Motorschaden durch Überhitzung zu vermeiden, sollten Sie schnellstmöglich anhalten, den Motor ausschalten und das Fahrzeug abkühlen lassen. Suchen Sie anschließend eine Werkstatt auf bzw. lassen Sie sich zu einer solchen abschleppen.

Achtung! Wollen Sie aufgrund der Kontrollleuchte beim Auto Kühlwasser nachfüllen, darf dies nur bei kaltem Motor erfolgen. Denn der Kühlwasserausgleichsbehälter steht unter Druck. Öffnen Sie diesen im erhitzten Zustand, besteht die Gefahr der Verbrühung.

Aktive Kühlmittel-Leuchte: Welche Ursachen gibt es?

Zu wenig Kühlwasser? Die gelbe Leuchte zur Kühlflüssigkeit zeigt ggf. an, dass ein Nachfüllen erforderlich ist.
Zu wenig Kühlwasser? Die gelbe Leuchte zur Kühlflüssigkeit zeigt ggf. an, dass ein Nachfüllen erforderlich ist.

Wer an seinem Fahrzeug lange Freude haben und sicher ans Ziel gelangen will, sollte auf die Warnleuchten im Auto achten. Die Kühlflüssigkeit-Leuchte kann, wenn der Fahrzeugführer schnell und richtig reagiert, zum Beispiel vor einem teuren Motorschaden bewahren. Denn das Motorsteuergerät kontrolliert mithilfe von Sensoren sowohl den Kühlwasserstand als auch die Temperatur des Kühlmittels. Registriert das Gerät Abweichungen oder Auffälligkeiten, wird die Warnleuchte fürs Kühlwasser aktiviert. Doch welche Probleme können für eine solche Meldung verantwortlich sein?

Die Gründe für eine schlechte Kühlung des Motors bzw. zu wenig Kühlflüssigkeit können grundsätzlich vielfältig sein. Zu den möglichen Ursachen zählen unter anderem Defekte an folgenden Bauteilen:

  • Kühlmittelpumpe
  • Kühlwasserschlauch
  • Kühlwasserausgleichsbehälter
  • Wasserkühler
  • Zylinderkopf
  • Zylinderkopfdichtung

Um herauszufinden, warum die Kühlmittel-Kontrollleuchte im konkreten Fall aktiviert ist, sollten Sie eine Werkstatt aufsuchen. Dort kann etwa die Dichtigkeit des Kühlsystems überprüft und entsprechende Probleme beseitigt werden. Eine Weiterfahrt trotz leuchtender Kühlmittel-Warnleuchte ist in der Regel nicht zu empfehlen, da ein Motorschaden aufgrund von Überhitzung droht.

Übrigens! Auch bei der Hauptuntersuchung (HU) wird auf die Kühlmittel-Kontrollleuchte geachtet. Erscheint diese im Zuge der Abgasuntersuchung und zeigt an, dass etwas mit der Kühlung nicht stimmt, liegt ein Mangel vor. Die Prüfplakette wird in diesem Fall nicht zugeteilt. Nach der Behebung des Problems ist eine Nachprüfung erforderlich, um die TÜV-Plakette zu erhalten.

Über den Autor

Nicole
Nicole P.

Seit 2016 verstärkt Nicole die Redaktion von bussgeldkatalog.org. Zuvor absolvierte sie ein Studium der Buchwissenschaft und Kulturanthropologie in Mainz. Zu ihren thematischen Schwerpunkten zählen unter anderem die verschiedenen Aspekte der Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit, Verkehrsregeln im Ausland sowie das Zollrecht.

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