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Autogas-Umrüstung: Technische Voraussetzungen und anfallende Kosten

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 7. August 2022

Zukünftig lieber Autogas tanken?

Wechsel zu Autogas: Ist eine Umrüstung möglich?
Wechsel zu Autogas: Ist eine Umrüstung möglich?

Wer nicht weiterhin von den Benzinpreisen abhängig sein möchte und zudem auch einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität leisten möchte, kann sich für alternative Antriebe entscheiden. Dabei muss aber nicht zwangsläufig ein neues Fahrzeug angeschafft werden, denn unter Umständen lässt sich beim eigenen Kfz LPG (Liquified Petroleum Gas) bzw. Autogas nachrüsten.

Doch wann macht eine Autogas-Umrüstung Sinn? Welche Autos sind dafür geeignet? Müssen dafür etwa bestimmte Voraussetzungen vorliegen? Sind weitreichende Veränderungen am Fahrzeug notwendig? Wie hoch fällt für eine Autogas-Umrüstung der Preis aus? Und wann rechnet sich der Umbau? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der nachfolgende Ratgeber.

FAQ: Autogas-Umrüstung

Welches Auto ist geeignet zum Umrüsten auf LPG?

Bei den meisten Benzinern lässt sich eine Gasanlage für LPG nachrüsten. Es ist allerdings sinnvoll, im Vorfeld sowohl vom Hersteller als auch vom Umrüster eine schriftliche Unbedenklichkeitsbescheinigung für den Umbau zum Gasauto einzuholen.

Was kostet der Einbau einer LPG-Gasanlage?

Beim Wechsel zu Autogas ist der Umbau durch eine Werkstatt durchzuführen. Die Kosten variieren dabei je nach Fahrzeugmodell und liegen üblicherweise zwischen 1.500 und 3.500 Euro.

Wann lohnt sich bei einem Fahrzeug die Autogas-Umrüstung?

Gerade für Vielfahrer kann sich der Wechsel zum alternativen Antrieb rentieren. So ist in der Regel davon auszugehen, dass sich Umrüstung auf Autogas abhängig vom Fahrzeug nach etwa 45.000 bis 75.000 km rechnet.

LPG-Umrüstung: Wann ist sie möglich?

Mit einem zusätzlichen Tank lassen sich die meisten Benziner relativ problemlos auf Autogas nachrüsten.
Mit einem zusätzlichen Tank lassen sich die meisten Benziner relativ problemlos auf Autogas nachrüsten.

Bei einem Benziner ist der Umbau auf Autogas verhältnismäßig einfach möglich, solange die Anlassventile passen. Wichtig ist darüber hinaus nur, dass das Kfz nicht zu alt ist und sich noch in einem guten Zustand befindet, denn nur dann rechnet sich die Investition. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie für die Autogas-Umrüstung zudem vom Hersteller und der Werkstatt eine schriftliche Unbedenklichkeitsbescheinigung einholen.

Haben Sie das Ok, kann die Durchführung durch einen zertifizierten Fachbetrieb erfolgen. Für die Autogasanlage ist der Einbau eines zusätzlichen Tanks notwendig. Der stabile Gastank kann dabei im Kofferraum, unter dem Fahrzeugboden oder in der Mulde für das Reserverad untergebracht werden. Darüber hinaus bedarf es einer Druckleitung zum Motorraum. Die Mechanik des Kfz wird hingegen nur gering verändert.

Lassen Sie den zusätzlichen Tank fürs Autogas einbauen, verfügt Ihr Fahrzeug über einen bivalenten Antrieb. Es können somit sowohl das Autogas als auch Benzin als Treibstoff genutzt werden. In der Regel erfolgt der Wechsel zwischen den Kraftstoffen automatisiert, etwa beim Starten des Fahrzeugs. Denn Autogas kann erst bei einer Motortemperatur von 30 Grad zum Einsatz kommen, diese wird üblicherweise nach 30 bis 40 Sekunden erreicht. Nach der Autogas-Umrüstung können Sie den Treibstoff aber auch manuell wählen und damit die Reichweite erhöhen.

Die Umrüstung auf LPG lohnt sich bei einem Diesel in der Regel nicht. Dies liegt zum einen am höheren Aufwand und zum anderen auch am geringen Preisunterschied der Kraftstoffe.

Was kann eine Autogas-Umrüstung kosten?

Zukünftig LPG tanken: Die Umrüstung ist vor allem für Vielfahrer eine Option.
Zukünftig LPG tanken: Die Umrüstung ist vor allem für Vielfahrer eine Option.

Die Autogas-Umrüstung ist vor allem für Vielfahrer interessant, denn LPG ist deutlich günstiger als Super. Je nach Fahrzeug müssen Sie für die Umbauten Kosten zwischen 1.500 und 3.500 Euro einplanen. Was dazu führt, dass sich die Maßnahme nach einer Fahrtleistung etwa 45.000 bis 75.000 km rechnet.

Gleichzeitig gilt es aber auch zu beachten, dass die Umrüstung auf LPG zu höheren Wartungskosten führt. Eine Kontrolle der Gasanlage ist alle 20.000 bis 25.000 km notwendig und schlägt mit Ausgaben in Höhe von 100 bis 150 Euro zu Buche. Zudem laufen die Steuervorteile für den Kraftstoff Autogas Ende 2022 aus, weshalb auch dieser teurer wird.

Vorteile bietet die Autogas-Umrüstung hingegen bei der Kfz-Steuer, da die Berechnung für Fahrzeuge, deren Erstzulassung nach dem 1. Juli 2009 erfolgt, auf der CO2-Basis erfolgt. Nicht zuletzt gelten Motoren mit LPG als langlebiger, da weniger aggressive Säuren diese angreifen.

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