Taxi-Unternehmerschein für die Selbstständigkeit

Der Weg zum eigenen Taxiunternehmen

Auf dem Weg zum Taxi-Unternehmerschein sind einige Hürden zu nehmen.

Auf dem Weg zum Taxi-Unternehmerschein sind einige Hürden zu nehmen.

Manch ein Taxifahrer denkt womöglich darüber nach, sich selbstständig zu machen und sich seine eigene Fahrzeugflotte von Taxen aufzubauen. Startkapital ist dafür eine wesentliche Voraussetzung.

Um ein Taxiunternehmen zu gründen, ist jedoch außerdem noch ein bestimmtes Dokument notwendig: der Taxi-Unternehmerschein. Damit weist der Inhaber seine Eignung und die vorgeschriebene Anmeldung des Gewerbes nach. Doch wie erhalten Sie den für ein Taxiunternehmen unabdingbaren Schein?

Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, welche Voraussetzungen der Unternehmerschein für das Taxi verlangt. Des Weiteren informieren wir Sie näher über die notwendigen Schritte auf dem Weg zum eigenen Taxiunternehmen.

Voraussetzungen für den Unternehmerschein fürs Taxi

Taxifahrer, die ein eigenes Unternehmen gründen wollen, benötigen dafür eine Genehmigung: den Taxi-Unternehmerschein. Für diesen wiederum werden bestimmte Nachweise erwartet. Bevor ein Interessent in Betracht ziehen kann, sich selbstständig zu machen, muss er belegen, dass er die notwendigen Voraussetzungen erfüllt.

Eine davon ist die Leistungsfähigkeit des potentiellen Unternehmens. Das bedeutet, dass für die Anschaffung des ersten Taxis mindestens 2250 Euro an Eigenkapital vorhanden sein müssen. Darüber hinaus wird ein Nachweis über mindestens 1250 Euro für jedes weitere Fahrzeug erwartet.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zuverlässigkeit des zukünftigen Unternehmers. Diese ist bei der Genehmigungsbehörde durch verschiedene Dokumente zu belegen. Dazu zählen je nach Fall unter anderem:

Der Unternehmerschein für das Taxi ist nur bei einem ausreichenden Startkapital zu erhalten.

Der Unternehmerschein für das Taxi ist nur bei einem ausreichenden Startkapital zu erhalten.

  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes

Des Weiteren ist die fachliche Eignung des Anwärters nachzuweisen. Dies ist zum einen möglich, wenn der Betreffende bereits seit mindestens drei Jahren eine leitende Tätigkeit z. B. in einem Taxiunternehmen ausübt.

Zum zweiten kann die geforderte Kompetenz auch durch einen bestimmten Abschluss nachgewiesen werden. Ein anerkannter Abschluss ist beispielsweise die zum Kaufmann im Eisenbahn- und Straßenverkehr mit dem Schwerpunkt Personenverkehr.

Auch Diplom-Verkehrswirtschaftler, die ihren Abschluss an der Technischen Universität Dresden gemacht haben, erfüllen die geforderte Voraussetzung.

Zum dritten ist die Anerkennung der fachlichen Eignung durch das Ablegen einer Fachkundeprüfung bei der zuständigen IHK möglich.

Taxi-Unternehmerschein: die Prüfung

Wie ist diese für den Taxi-Unternehmerschein erforderliche Prüfung strukturiert? In der Regel besteht sie aus zwei schriftlichen und einem mündlichen Teil. Einer der beiden Prüfungsteile, die schriftlich abzulegen sind, besteht üblicherweise aus Multiple-Choice-Fragen und solchen, auf die direkt geantwortet werden soll. Im Rahmen der anderen schriftlichen Prüfung müssen in der Regel Übungen absolviert werden.

Jeder der zwei erläuterten Prüfungsteile dauert ungefähr eine Stunde. Die mündliche Prüfung erstreckt sich etwa über eine halbe Stunde. Die einzelnen Prüfungsteile tragen in unterschiedlichem Ausmaß zur Gesamtpunktzahl bei.

So wird die erste schriftliche Prüfung mit 40 Prozent gewertet, die zweite mit 35 Prozent und der mündliche Teil mit 25 Prozent. In der ersten und zweiten schriftlichen Prüfung können jeweils 60 Punkte erreicht werden und jede davon gilt bei weniger als 30 Punkten als nicht bestanden. Durch die mündliche Prüfung wiederum fällt der Anwärter durch, wenn er weniger als 18,75 von 37,5 Punkten erreicht.

Eine Vorbereitung der künftigen Taxiunternehmer auf die Prüfungsfragen in der Fachkundeprüfung wird von der IHK empfohlen.

Prüfungsthemen für den Taxi-Unternehmerschein

Für den Taxi-Unternehmerschein sind Prüfungsfragen zu verschiedenen Themen zu beantworten. Die Prüfungsthemen in der Fachkundeprüfung der IHK umfassen im Normalfall folgende Gebiete:

Ein Thema in der für den  Taxi-Unternehmerschein abzulegenden Prüfung ist die Unfallverhütung.

Ein Thema in der für den Taxi-Unternehmerschein abzulegenden Prüfung ist die Unfallverhütung.

  • Recht (unter anderem Arbeitsrecht und Personenbeförderungsrecht)
  • Kaufmännische und finanzielle Führung des Unternehmens (unter anderem Kostenrechnung)
  • Technische Normen und technischer Betrieb (unter anderem Zulassung der Fahrzeuge)
  • Straßenverkehrssicherheit
  • Unfallverhütung
  • Grundregeln des Umweltschutzes bei der Verwendung und Wartung der Fahrzeuge
  • Grenzüberschreitender Straßenpersonenverkehr

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