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Solarauto: Wenn sich E-Fahrzeuge selber laden

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 25. November 2021

FAQ: Solarauto

Soll ich mir ein Solarauto kaufen? Welche Vor- und Nachteile haben solche Fahrzeuge?

Wie alle Elektrofahrzeuge haben Solarautos den Vorteil, emissionsfrei, sparsam und leise zu sein. Da sie einen Teil ihrer Antriebsenergie von der Sonne beziehen, „tanken” sie sozusagen teilweise umsonst. Ihr Nachteil besteht in ihrer Abhängigkeit vom Wetter: Ohne ausreichend Sonneneinstrahlung lassen sich die Batterien nicht laden. Da die Solarzellen zudem bisher noch vergleichsweise wenig Strom liefern, müssen die Autos nach wie vor wenigstens zum Teil an Ladestationen aufgeladen werden.

Ich interessiere mich für ein Solarauto. Mit welchem Preis muss ich rechnen?

Dies hängt vom Modell ab. So ist zum Beispiel der Toyota Prius Plug-in, der optional auch mit Solardach erhältlich ist, ab 38.690 Euro (Neuwagen) erhältlich. Etwas günstiger ist der Sono Sion, ein Elektroauto mit Solarzellen, das voraussichtlich Anfang 2023 in Produktion geht. Das Modell soll einen Kaufpreis von 28.500 Euro haben. Der Lightyear One, welcher ab Sommer 2022 auslieferbar sein soll, wird mit einem Anschaffungspreis von 150.000 Euro beworben.

Muss ich ein Solarfahrzeug trotzdem noch an der Steckdose laden?

Wenn Ihr Solarauto die Möglichkeit hat, täglich 8 bis 10 Stunden Sonne „zu tanken”, kann es je nach Modell Strom für 5 bis ca. 100 km erzeugen. Die Solarautos mit höherer Reichweite können also zumindest für kurze Fahrten theoretisch komplett über Sonnenenergie betrieben werden. Da jedoch nicht immer mit durchgehendem Sonnenschein zu rechnen und der Energiebedarf für längere Strecken zu groß ist, ist in der Realität zumindest das gelegentliche Aufladen an einer Steckdose notwendig.

Die Solarautos kommen!

Prototypen gibt es bereits viele. Doch noch ist ein Auto mit Solar alles andere als alltäglich.
Prototypen gibt es bereits viele. Doch noch ist ein Auto mit Solar alles andere als alltäglich.

Die Elektromobilität wird immer weiter vorangetrieben und fördert den Einfallsreichtum von Forschern und Entwicklern. Was, wenn wir unsere Elektroautos nicht mehr jeden Abend an die Steckdose hängen müssten, sondern sie ihren Strom einfach von der Sonne beziehen könnten – am besten sogar während der Fahrt? Dies ist längst keine Science Fiction mehr, denn tatsächlich wird schon seit Jahrzehnten am Konzept „Solarauto” geforscht. Immer wieder tauchen Schlagzeilen auf, in denen von klugen Köpfen irgendwo auf der Welt berichtet wird, die einen neuen Prototypen entwickelt haben.

Die ersten Autohersteller sind sogar schon darüber hinaus und produzieren bereits Solarautos in Serie – oder stehen zumindest kurz davor. Wir wollen Ihnen einige dieser Modelle vorstellen.

Solardach als Zusatzausstattung

Schon jetzt sind Elektro- oder Hybrid-Autos auf dem Markt, die gegen einen Aufpreis auch mit Solarzellen ausgestattet werden können. Dies sind zum Beispiel der Toyota Prius Plug-in und der Hyundai IONIQ 5. Die Solarzellen können hier jedoch ausschließlich auf dem Dach der Fahrzeuge installiert werden und decken somit nur einen kleinen Teil der Oberfläche ab.

Damit liefern sie vergleichsweise wenig Strom. Beim Toyota Prius reicht dieser zum Beispiel gerade einmal für 5 km pro Tag und beim IONIQ 5 sieht es ähnlich aus. Es ist somit fast unmöglich, diese Modelle allein über die Sonnenenergie zu betreiben. Vielmehr ist der Strom aus den Solarzellen hier als Extra anzusehen, der die Reichweite der Fahrzeuge erhöht. Um das Laden an der Steckdose kommen Besitzer also trotzdem nicht herum.

Der Sono Sion: Ein Solarauto aus Deutschland

Der größte Nachteil von Solarautos ist ihre Abhängigkeit vom Wetter.
Der größte Nachteil von Solarautos ist ihre Abhängigkeit vom Wetter.

Der Sono Sion ist hingegen ein „richtiges” Solarauto. Das Modell wird aktuell vom deutschen Start-up-Unternehmen Sono Motors entwickelt und verfügt sowohl auf dem Dach als auch an den Seiten über Solarzellen, die direkt in die Karosserieverkleidung eingebettet sind. Der Sion ist ein reines Elektroauto, das entweder über eine Ladeschnittstelle oder aber eben mittels der integrierten Solarmodule geladen werden kann.

Expertentests ergaben, dass der Sion eine Reichweite von bis zu 305 km schafft. Bei guten Sonnenverhältnissen können davon bis zu 34 km pro Tag über die Solarzellen produziert werden. Wenn Sie in einer sonnenreichen Gegend wohnen und vor allem kurze Strecken fahren, ist es in der Theorie also tatsächlich möglich, dieses Solarauto komplett mittels Sonnenenergie zu betreiben. Alternativ dazu können Sie es natürlich auch klassisch an einer Ladestation aufladen und die Solarzellen nur zur Erhöhung Ihrer Reichweite nutzen.

Der Sono Sion geht voraussichtlich ab 2023 in Produktion und wird dann für einen Kaufpreis von 28.500 Euro erhältlich sein. Kaufinteressierte können das Modell bereits jetzt gegen eine Anzahlung von 500 Euro auf der Webseite von Sono Motors reservieren.

2022 kommt der Lightyear One

Noch etwas schneller als Sono Motors ist das niederländische Start-up Lightyear, denn dieses hat bereits 2021 mit der Produktion seines Solarauto-Modells Lightyear One begonnen. Ausgeliefert werden die ersten Exemplare allerdings erst ab Sommer 2022.

Der Lightyear One ist ebenfalls komplett mit Solarzellen bedeckt, wodurch pro Stunde Strom für bis zu 12 Kilometer erzeugt werden kann. Insgesamt schafft dieses Solarauto eine Reichweite von 725 km und verbraucht damit weniger als die Hälfte an Strom als die meisten herkömmlichen Elektroautos. Dies ist seiner besonderen Leichtbauweise und dem niedrigen Luftwiderstand zu verdanken.

Mit diesem Solarauto bewältigen Sie somit problemlos auch längere Strecken, doch diese Innovation hat auch ihren Preis: Stolze 150.000 Euro soll der Lightyear One kosten. Reservierungen sind auf der Webseite des Herstellers Lightyear möglich.

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