60 Jahre Verkehrssünderdatei: Das Verkehrszentralregister feiert Geburtstag

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News vom 25.07.2017 um 14:34 Uhr

Heute vor 60 Jahren wurde die Verkehrssünderdatei eingeführt.

Heute vor 60 Jahren wurde die Verkehrssünderdatei eingeführt.

Während der 50er und 60er Jahre nahm die allgemeine Motorisierung der Bevölkerung zu. Durch das Wirtschaftswunder stieg der gesellschaftliche sowie individuelle Wohlstand und immer mehr Deutsche konnten sich ein Kraftfahrzeug leisten. Das hatte zur Folge, dass die Verkehrsunfallrate erheblich stieg. Darauf reagierte der Bund mit der Einführung des Verkehrszentralregisters.

Registrierung von Verkehrssünden und Punkte für die Sünder

Mit zunehmendem Absatz auf dem Automobilmarkt infolge des Wirtschaftswunders stieg auch die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr in den 50er Jahren rasant an. Der damalige Verkehrsminister Hans-Christian Seebohm (CDU) sah sich zum Handeln gezwungen. Er forderte ein System, das eine pädagogische Wirkung entwickelt, um Verkehrssünder zu bestrafen und angehende Sünder abzuschrecken. Die Idee zur Verkehrssünderdatei war geboren.

Am 25. Juli 1957, also heute vor 60 Jahren, wurde deren Einrichtung durch Zustimmung von Bundesrat und Bundestag durch eine Verordnung auf den Weg gebracht. In einem einheitlichen Register wurden von nun an die Sünden der Straßenteilnehmer gesammelt und gespeichert. Das Punktesystem, wie wir es heute kennen, gab es aber in der Anfangszeit des Registers noch nicht. In der Verkehrssünderdatei wurde zunächst leidglich registriert, wenn einem Fahrer die Fahrerlaubnis versagt oder entzogen wurde.

Die gewünschte pädagogische Präventivmaßnahme wurde erst 1974 durch die Einführung des Punktesystems ermöglicht. Die vorherige bloße Registrierung der Sünder hatte keinen nennenswerten Einfluss auf die Zahl der Verkehrsunfälle und -opfer. Anfang der 70er Jahre kam es zu bundesweiten Rekordwerten von mehr als 21.000 Verkehrstoten.

Überholung des Punktesystems

2012 fand eine Reform des Punktesystems auf Veranlassung des damaligen Verkehrsministers Peter Ramsauer (CSU) statt. Sie sollte eine Vereinfachung des Systems darstellen. Seit April 2014 heißt die Verkehrssünderdatei, die auch heute noch umgangssprachlich so genannt wird, offiziell Fahreignungsregister“ (FAER). Der Name deutet auf die Absicht hin, nicht nur die (Wiederholungs-) Tat in den Mittelpunkt zu stellen, sondern auch die Fahreignung des Verkehrsteilnehmers.

Infografik Tilgungsfristen im Vergleich

Auch heute hat das Punktesystem in seiner vereinfachten Form seine pädagogische Bedeutung nicht eingebüßt; nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes hatte 2015 etwa jeder zehnte Deutsche einen Eintrag im Fahreignungsregister. Allerdings gibt es mittlerweile auch Wege, den Eintrag zu umgehen. Der Onlinehandel mit Flensburg-Punkten über Punktehandel-Portale im Internet boomt.
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