Kfz-Motor überholen lassen - Werkstatt & Reparatur 2018

Wann sollten Sie den Motor Ihres Wagens überholen lassen?

Motorüberholung: Not-OP, wenn das Kfz-Herz stottert und quietscht

Motor revidieren: Die Kosten richten sich auch nach dem Ausmaß der Schäden.

Motor revidieren: Die Kosten richten sich auch nach dem Ausmaß der Schäden.

Der Motor ist das Herzstück eines jeden Fahrzeugs. Er gleicht in vielen Dingen dem menschlichen Herzen: Probleme an Dichtung, Durchfluss oder Zündung können den gesamten Korpus irreversibel lahmlegen, wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird.

Schäden am Motor, die eine Motorüberholung notwendig machen können, äußern sich in der Regel im alltäglichen Fahrbetrieb: Ungewöhnliche Geräusche aus dem Motorraum, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Aussetzer sowie ein besonders hoher Bedarf an Motoröl können darauf hinweisen, dass etwas nicht stimmt und der Motor Teil- oder Generalüberholung benötigt.

Was es bei der Motorinstandsetzung zu beachten gilt und welche Kosten für eine Motorüberholung entstehen können, erfahren Sie im Folgenden.

Wie läuft die Motorüberholung ab?

Wollen Sie den Kfz-Motor revidieren lassen, sind unterschiedliche Aspekte von Bedeutung:

  1. Zunächst einmal ist zu klären, ob die Motorschäden überhaupt reversibel sind.
  2. Ist die Reparatur nicht möglich, kann der Motor statt einer Überholung auch komplett ausgetauscht werden.
  3. Ist nur eine Teil- oder eine Generalüberholung beim Motor erforderlich?
  4. Ob reparierbar oder Austausch: Die bei der Motorüberholung anfallenden Kosten sollten dem jeweiligen Nutzen gegenübergestellt werden. Gerade bei umfangreichen Korrekturen am Motor kann der Kauf eines neuen Wagens wirtschaftlicher sein.
  5. Grundsätzlich ist es für Laien empfehlenswert, nicht selbst Hand an den Motor Ihres Fahrzeuges zu legen. Sie sollten lieber Profis in einer Werkstatt den Motor überholen lassen – so wie sie auch einen Herzchirurgen besser an den OP-Tisch ließen. Zudem ist für den Ausbau des Motors schweres Gerät erforderlich.

    Unterschied zwischen Teil- und Generalüberholung

    Was kostet eine komplette Motorüberholung?

    Was kostet eine komplette Motorüberholung?

    Nicht immer ist die erforderlich, den Motor komplett überholen zu lassen. Vor allem der Zylinderkopf ist vergleichsweise verschleißanfällig. Sind die Probleme auf diesen zurückzuführen, ist es in der Regel nicht erforderlich, den Motor komplett überholen zu lassen. Müssen Sie also z. B. nur einen Zylinderkopf instandsetzen lassen, wirkt sich dies nicht nur auf den Umfang der Arbeiten, sondern auch auf die entstehenden Kosten aus.

    Sind die Probleme jedoch umfassender, wird eine Generalüberholung durchgeführt. Dabei erfolgt regelmäßig eine komplette Demontage des Motors. Die einzelnen Bestandteile werden gereinigt, geprüft und bei Bedarf aufgearbeitet oder ausgetauscht. Dabei können auch Ersatzteile aus anderen demontierten Motoren zum Einsatz kommen. Bei Verschleißteilen wie Kolben, Dichtungen und Filtern ist die Aufbereitung in der Regel nicht vorgesehen. Sie werden stattdessen ausgetauscht.

    Abschließend wird der Motor wieder komplett aufgebaut und dessen Funktion getestet. Den Motor überholen zu lassen zielt darauf ab, die werkseitigen Eigenschaften des gebrauchten Motors annähernd wieder herzustellen. Aber was kostet eine Motorüberholung eigentlich?

    Zylinderkopf überholen lassen: Diese Kosten können entstehen

    Auch bei der Aufbereitung oder dem Austausch des Zylinderkopfs können je nach Aufwand hohe Kosten entstehen. Ausschlaggebend ist dabei zum einen der Aufwand im Einzelfall, zum anderen aber auch der jeweilige Motor-Typ.

    Die Arbeiten an einem 4-Zylinder-Motor können dabei aufgrund der geringeren Anzahl an Verschleiß- und Bauteilen geringer ausfallen als an einem vergleichbar verschlissenen 6- oder 8-Zylinder-Motor. Der Arbeitsaufwand lässt sich nicht pauschal bestimmen. Der beim Zylinderkopf-Überholen anfallende Preis lässt sich entsprechend nicht für alle Fahrzeuge festschreiben. Je nach Arbeitsaufwand und Motor können für die teilweise Motorüberholung Kosten um 500 bis 1.000 Euro entstehen.

    Komplette Motorüberholung: Preise sind ebenfalls vom Einzelfall abhängig zu machen

    Motor überholen lassen: Die Kosten können beim Oldtimer aufgrund fehlender Ersatzteile um einiges höher sein.

    Motor überholen lassen: Die Kosten können beim Oldtimer aufgrund fehlender Ersatzteile um einiges höher sein.

    Eine komplette Motorrevision verursacht höhere Kosten, die sich vor allem aus dem erhöhten Arbeitsaufwand sowie den umfangreicheren Materialkosten ergeben. Allein für die zirka acht bis zehn Stunden Arbeitszeit können schnell Kosten von 500 Euro und mehr entstehen. Auch hier sind teils erhebliche Unterschiede zwischen 4-, 6- und 8-Zylinder-Motoren zu erwarten. Wollen Sie hingegen einen kleineren Motorrad-Motor überholen lassen, kosten die Arbeiten häufig weniger als bei einem größeren Kfz-Motor. Pauschale Aussagen sind aber auch hier nicht möglich.

    Zudem spielt auch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen eine Rolle, wenn der Austausch von Einzelteilen vonnöten ist. Für viele Oldtimer sind bei der Restauration nicht ausreichend Ersatzteile auf dem Markt zu finden, sodass schon dadurch die Kosten in die Höhe schnellen können. Sind keine Teile auffindbar, bedarf es mitunter der Spezialanfertigung, deren Preise die verantwortliche Werkstatt dem Einzelfall anpasst.

    Ist beim Motor eine Generalüberholung erforderlich, sind Kosten von 1.500 Euro und mehr möglich. Je mehr Teile dabei einer Aufbereitung oder eines Austauschs bedürfen, desto höher der Arbeitsaufwand und desto höher auch die Kosten. Den Motor überholen zu lassen lohnt deshalb in der Regel nur bei einem entsprechenden Wert des Fahrzeugs.

    Motor überholen lassen oder austauschen?

    Verglichen mit der Motorüberholung ist beim Austausch des gesamten Motors im Einzelfall mit noch höheren Kosten zu rechnen. Ist einer neuer Motor vonnöten, um das Kfz am Leben zu halten, können je nach Fahrzeugtyp und den Wünschen des Eigentümers auch schon einmal bis zu 10.000 Euro vom Konto abgehen.

    Lassen Sie sich deshalb vorab einen Kostenvoranschlag von der Werkstatt erstellen. Mit dessen Hilfe können Sie abwägen, ob die Investition im Einzelfall tatsächlich sinnvoll erscheint oder doch eher ein neues Auto den Platz in der Garage füllen sollte.

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