Analog mit Tachograph unterwegs

Wie funktioniert ein analoger Fahrtenschreiber?

Ein analoger Fahrtenschreiber wird auch für gewerbliche Fahrten mit dem Bus benötigt.

Ein analoger Fahrtenschreiber wird auch für gewerbliche Fahrten mit dem Bus benötigt.

Ein Fahrtenschreiber oder ein EG-Kontrollgerät ist in jedem LKW oder Kraftomnibus vorgeschrieben, der mindestens 7,5 t wiegt und gewerblich auf deutschen Straßen genutzt wird.

Zusätzlich ist ein Fahrtenschreiber, der entweder analog oder digital funktioniert, auch in jedem anderen Land der Europäischen Union (EU) vorgeschrieben.

Seit dem 1. Mai 2006 ist für jedes neu zugelassene oben genannte Fahrzeug ein digitaler Tachograph Vorschrift.

In älteren Fahrzeugen befindet sich teilweise jedoch noch ein analog genutzter Tachograph. Aber wie funktioniert dieser genau?

Wie unterscheiden sich Fahrtenschreiber, die analog funktionieren von denen, die digital verwendet werden?

Wie wird ein analog genutzter ans Tachometer gekoppelter Fahrtenschreiber verwendet?

Ein Tachograph, der analog funktioniert, zeichnet wie sein digitaler Zwilling nicht nur die gefahrene Geschwindigkeit des Fahrzeugs auf, sondern auch die gefahrenen Kilometer, die Lenkzeitunterbrechungen sowie die Lenk- und Ruhezeiten. Dabei können üblicherweise bis zu zwei Tachoscheiben eingelegt und somit zwei Fahrer unabhängig voneinander kontrolliert werden. Eine Tachoscheibe wird durch den Tachographen mit den nötigen Informationen beschrieben und ist rund aufgebaut.

Eine Umdrehung wird mit einem Zeitraum von 24 Stunden gleichgesetzt. Je nachdem, wie schnell der LKW oder Bus ist, wird die Karte weiter zum Innenpunkt oder zum äußeren Rand beschrieben. Ein analog genutzter Tachograph kann jedoch in zwei verschiedenen Versionen vorkommen: den manuellen und den automatischen Geräten.

Manueller oder automatischer Fahrtenschreiber?

Ein analog genutzter Tachograph kommt nur noch selten in Fahrzeugen zum Einsatz.

Ein analog genutzter Tachograph kommt nur noch selten in Fahrzeugen zum Einsatz.

Beim manuellen Gerät muss der Fahrer die Lenkzeiten selbst einstellen, ein automatisches Gerät erfasst von allein den Beginn und das Ende einer Lenkzeit anhand der gefahrenen Geschwindigkeit.

Allerdings geschieht dies erst dann, wenn das Fahrzeug länger als 15 Minuten steht, damit Pausen an Ampeln oder bei stockendem Verkehr nicht mitgerechnet werden können.

Grundsätzlich muss der analog funktionierende Tachograph allerdings beispielsweise auf „Arbeitszeit“ eingestellt werden, wenn das Fahrzeug be- oder entladen wird, da diese Zeit sonst als Ruhezeit gilt. Jede zu erfassende Zeit – also Ruhe, Arbeits- und Lenkzeit – wird beim automatischen Tachographen mithilfe einer unterschiedlich dicken Linie dargestellt.

Die gefahrene Wegstrecke ergibt sich aus den rund um den Mittelpunkt gezeichneten „Zick-Zack-Linien“: Jeder kurze Strich bedeutet das Erreichen der 5-Kilometer-Marke. Die Spitzen der Linien hingegen geben an, dass bereits 10 Kilometer erreicht wurden.

Alle zwei Jahre muss der analog genutzte Tachograph kontrolliert sowie geeicht werden, damit eine einwandfreie Funktionalität gewährleistet ist.

Analog genutzter Tachograph: Was sind Tachoscheiben?

Als Tachoscheiben werden die runden Papierscheiben bezeichnet, die im analogen Tachographen verwendet und beschrieben werden. Je nach Gerät müssen Fahrzeugführer diese Scheiben genau auf den Typen zuschneiden. In der Mitte der Scheibe können alle Angaben zum Gefährt sowie Start- und Zielort der Fahrt eingegeben werden. Eine Tachoscheibe kann in bis zu drei weiteren Fahrzeugen vom gleichen Fahrer verwendet werden, wenn dies innerhalb von 24 Stunden geschieht.

Wichtig für jeden gewerblichen Führer von LKW oder Bussen ist, dass die Tachoscheiben der letzten 28 Kalendertage grundsätzlich im Fahrzeug mitgeführt werden müssen. Zusätzlich ist ebenfalls die Fahrerkarte bei Bedarf vorzuzeigen – etwa, wenn der Kfz-Führer von der Polizei kontrolliert wird.

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