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Mit Diabetes Autofahren: Ist das erlaubt?

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 28. Februar 2022

Trotz Krankheit mit einem Kfz am Straßenverkehr teilnehmen

Diabetes Typ 2 und Lkw fahren: Ist das erlaubt?
Diabetes Typ 2 und Lkw fahren: Ist das erlaubt?

Wer am Straßenverkehr teilnehmen möchte, muss über eine geistige und körperliche Fahreignung verfügen. Letztere kann durch Krankheiten oder Folgen von Unfällen eingeschränkt werden. Dann gilt es stets abzuwägen, on der Betroffene fahrtauglich ist oder nicht.

Kommt es nämlich aufgrund der Erkrankung zu körperlichen Ausfallerscheinungen, kann dies schwerwiegende Unfälle nach sich ziehen. Daher sind Ärzte auch berechtigt, ein Fahrverbot aufgrund der medizinischen Verfassung des Patienten auszusprechen.

Doch wie verhält es sich bei Diabetes mit dem Autofahren? Ist die Teilnahme am Straßenverkehr mit einem Kfz durch diese Krankheit grundsätzlich ausgeschlossen? Dieser Frage geht der nachfolgende Ratgeber auf den Grund und informiert Sie umfassend.

FAQ: Mit Diabetes Autofahren

Darf man mit Diabetes Autofahren?

Grundsätzlich ist es möglich, dass Menschen, die unter Diabetes leiden, Autofahren. Diesen müssen allerdings im Umgang mit der Krankheit gut geschult sein und eine ungestörte Hypoglykämiewahrnehmung besitzen, um mit dieser Behinderung mobil bleiben zu können.

Kann man mit Diabetes den Führerschein machen?

Diabetes und Autofahren schließen sich nicht aus. Sie können in aller Regel auch als Diabetiker eine Fahrschule besuchen und den Führerschein machen. Sind Sie diesbezüglich unsicher, können Sie Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt halten.

Wann ist das Autofahren mit Diabetes verboten?

Kann der Diabetiker eine Unterzuckerung nicht rechtzeitig wahrnehmen, kann dies im Straßenverkehr zu schwerwiegenden Unfällen führen, wenn der Fahrer dadurch die Kontrolle über das Kfz verliert bzw. in seiner Sicht eingeschränkt wird. Daher ist bei Diabetes das Autofahren untersagt, wenn der Betroffene eine gestörte Hypoglykämiewahrnehmung hat.

Beeinträchtigt Diabetes die Fahrtauglichkeit?

Sie dürfen trotz Diabetes Autofahren, wenn die Medikation richtig eingestellt ist.
Sie dürfen trotz Diabetes Autofahren, wenn die Medikation richtig eingestellt ist.

Als Diabetes mellitus werden eine Gruppe von Stoffwechselstörungen der Kohlenhydrate, die unter anderem eine gestörte Glukosehomöostase beinhalten, bezeichnet. Durch einen Mangel an Insulin kann es zu einer Überzuckerung kommen, die im schlimmsten Fall zu einem Zuckerkoma führt.

Diese Krankheit ist in Deutschland keine Seltenheit und lässt sich gut behandeln. Immer wieder fragen sich die Betroffene, ob mit Diabetes das Autofahren noch möglich ist. In den meisten Fällen lässt sich diese Frage mir „Ja“ beantworten.

In den Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung heißt es dazu:

Gut eingestellte und geschulte Menschen mit Diabetes können Fahrzeuge beider Gruppen sicher führen. Therapieregime und Fahrzeugnutzung sind bei der Begutachtung zu berücksichtigen. Die Gefährdung der Verkehrssicherheit geht beim Diabetes mellitus in erster Linie vom Auftreten einer Hypoglykämie mit Kontrollverlust, Verhaltensstörungen oder Bewusstseinsbeeinträchtigungen aus. Eine ungestörte Hypoglykämiewahrnehmung ist Voraussetzung für die Fahreignung.

Es ist also bei einer guten Therapie der Erkrankung durchaus erlaubt, trotz Diabetes mit einem Auto oder einem Lkw am Straßenverkehr teilzunehmen.

Ärztliches Fahrverbot bei Diabetes

Damit Sie also mit Diabetes Autofahren dürfen, muss Ihre Hypoglykämiewahrnehmung intakt sein. Das bedeutet, dass Sie die Anzeichen einer Überzuckerung erkennen und entsprechend durch die Gabe von Insulin entgegenwirken können.

Ist die Wahrnehmung nicht intakt, ist eine Fahreignung hingegen nicht gegeben. Das gilt gemäß der Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung auch, wenn Sie sich in der Phase befinden, in welcher die Medikamente eingestellt werden.

Gut zu wissen: Bei einem vorliegenden Diabetes kann das Autofahren auch an Bedingungen geknüpft werden. Einige Patienten müssen beispielsweise regelmäßige ärztliche Kontrolle absolvieren. Andere müssen sich wiederum alle drei Jahre einer fachärztlichen Begutachtung unterziehen.

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