Autofenster mit Sonnenschutz versehen – Was ist möglich?

Wie sorgen Sie effektiv für Schutz vor Hitze und UV-Strahlen?

Autofenster mit Sonnenschutz: Im Sommer sorgen Rollos & Co dafür, dass Mitfahrer nicht geblendet werden.

Autofenster mit Sonnenschutz: Im Sommer sorgen Rollos & Co dafür, dass Mitfahrer nicht geblendet werden.

Endlich steht der Sommer vor der Tür. Vor allem Familien blicken ausgiebigen Ausflügen mit dem Auto freudig entgegen. Wäre doch nur nicht die Hitze, die sich in Fahrzeugen ganz besonders stark staut. Leider hat nicht jeder Fahrzeugbesitzer eine Garage oder ein Carport, wo das Auto vor der Sonne geschützt abgestellt werden kann. Und auch unterwegs sind Parkplätze im Schatten oft rar gesät.

Und auch während der Fahrt ist der Schutz vor der Sonne nicht zu vernachlässigen. Besonders wenn ein Baby oder ältere Kinder mit an Bord sind, sollte das Auto zum einen gut temperiert sein. Zum anderen sollte die empfindliche Haut vor schädlichen UV-Strahlen geschützt werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, um Autofenster mit einem Sonnenschutz zu versehen? Zwischen welchen Optionen kann unterschieden werden? Welche gesetzlichen Regelungen müssen beim Sonnenschutz für die Autoscheibe beachtet werden? Erfahren Sie hier mehr zum Thema, damit Sie Ihr Auto fit für den Sommer machen können.

Warum ist der Sonnenschutz für Autofenster so wichtig?

Zunächst sollte ein Autofenster über einen Sonnenschutz verfügen, damit sich die Luft im Fahrzeuginneren nicht zu stark aufheizt. Zu große Hitze kann beim Fahrer zu Konzentrationsschwierigkeiten führen und vor allem für ein Baby und andere Kinder zur großen Gefahr werden.

Der große Vorteil, wenn Sie Ihre Autoscheiben mit einem Sonnenschutz versehen: Die Luft im Auto ist weniger heiß, dadurch muss die Klimaanlage diese nicht allzu stark herunterkühlen. Das schont nicht nur Ihr Portemonnaie, sondern auch die Umwelt.

Ein Sonnenschutz für die Autoscheibe ist auch wichtig, damit die Insassen – egal ob Baby, ältere Kinder oder Erwachsene – vor schädlichen UV-Strahlen geschützt werden. Ein weiterer Faktor, der nicht vernachlässigt werden sollte, ist das Blenden durch die Sonne. Schauen Menschen zu lange ins Sonnenlicht oder ist die Intensität zu stark, drohen Horn- und Bindehautentzündungen.

Sonnenschutz für Autoscheiben – Welche Varianten gibt es?

Sonnenschutz fürs Auto an der Frontscheibe: Innen sind Sonnenblenden anzubringen, welche mit Alufolie versehen sind.

Sonnenschutz fürs Auto an der Frontscheibe: Innen sind Sonnenblenden anzubringen, welche mit Alufolie versehen sind.

Im Allgemeinen können Sie für Autofenster folgenden Sonnenschutz erwerben. Beim Kauf sollten Sie stets darauf achten, dass das jeweilige Produkt über einen ausreichenden UV-Schutz verfügt.

  1. Sonnenschutzblende: Dieser Sonnenschutz ist im Auto für die Seitenscheibe gedacht. Die etwa fenstergroßen Blenden werden meist mit Saugnäpfen am Seitenfenster angebracht. Sind Kinder mit an Bord, werden oft Modelle mit lustigen Motiven gewählt.
  2. Sonnenschutzrollo: Auch das Rollo dient beim Autofenster als Sonnenschutz und kann festgeklemmt oder mit Saugnäpfen befestigt werden. Es kann nach Belieben hoch und runter gezogen werden.
  3. Sonnenschutzfolie: Dieser Sonnenschutz kann im Auto an der Heckscheibe oder an den Seiten angebracht werden. Die Folie sorgt für eine dauerhafte Verdunkelung. Es empfiehlt sich die Anbringung durch einen Profi.
Des Weiteren gibt es große Sonnenschutzblenden, die Sie an der Frontscheibe eines geparkten Fahrzeugs anbringen können. Diese sind mit Alufolie beschichtet, die Sonne wird reflektiert und der Pkw heizt weniger stark auf. Manche Fahrer basteln diesen Sonnenschutz fürs Auto an der Frontscheibe mit einem Karton selber nach. Diese Option ist jedoch weniger effektiv.

Fenster im Auto mit Sonnenschutz: Darf die Frontscheibe verändert werden?

Möchten Sie Ihre Autofenster mit einem Sonnenschutz versehen, müssen Sie die gesetzlichen Richtlinien befolgen. Maßgeblich ist in diesem Zusammenhang § 40 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung – kurz StVZO genannt. Absatz 1 besagt Folgendes:

Scheiben aus Sicherheitsglas, die für die Sicht des Fahrzeugführers von Bedeutung sind, müssen klar, lichtdurchlässig und verzerrungsfrei sein.

Eine Sonnenblende darf im Auto somit weder an der Frontscheibe noch an den beiden seitlichen vorderen Scheiben angebracht werden, da diese die Sicht des Fahrers einschränken können. Gleiches gilt für das Tönen von Scheiben mit Hilfe von Folien. Möchten Sie Ihre Autofenster mit einem Sonnenschutz in Form von Folie versehen, dürfen Sie diese nur auf die Scheiben ab der B-Säule – hierbei handelt es sich um die mittlere Fahrzeugsäule – anbringen.

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2 Kommentare

  1. ralf sagt:

    „Eine Sonnenblende darf im Auto somit weder an der Frontscheibe noch an den beiden seitlichen vorderen Scheiben angebracht werden, da diese die Sicht des Fahrers einschränken können.“

    Was ist das für ein Schwachsinn?!?!?!?!?!?!?!?!?!?
    Wenn ich vorn geblendet werde, habe ich auch keine freie Sicht mehr!
    Wenn ’s mir vorn zu heiß ist , setz ich mich hinten hin und fahre rückwärts?! Was für eine Scheiße!
    Ich brauche vorn (ringsrum) Sonnenschutz! Die Klimaanlage hilft nur bedingt. Außerdem könnte Klima-Kühlung eingespart werden, wäre die Frontscheibe + die vorden Seitensch. hitze-und blendschützend!

    MfG…

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ralf,

      die entsprechende gesetzliche Grundlage finden Sie im Text: „Scheiben aus Sicherheitsglas, die für die Sicht des Fahrzeugführers von Bedeutung sind, müssen klar, lichtdurchlässig und verzerrungsfrei sein.“ (§ 40 Abs. 1 StVO)

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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