Weihnachtsmarkt: Tipps für einen sicheren Weihnachtsmarktbesuch

So wird der Weihnachtsmarktbesuch ein voller Erfolg

Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist für viele ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit.

Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist für viele ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit.

Es wird immer kälter, die Supermärkte führen Spekulatius, Lebkuchen und Co. in Hülle und Fülle und schließlich wird die erste Kerze vom Adventskranz angezündet – willkommen in der Vorweihnachtszeit. Alle Jahre wieder – wie es so schön heißt – werden Plätzchen gebacken, Wohnungen dekoriert und Vorbereitungen für das Weihnachtsfest getroffen. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt darf da auf keinen Fall fehlen.

Viele fühlen sich an ihre Kindheit erinnert, wenn sie an weihnachtlich dekorierten Ständen und Buden vorbeischlendern, ihnen der Duft von Glühwein und Gebäck in die Nase steigt und sie sich bibbernd vor Kälte die Hände reiben, um sich aufzuwärmen. Der Weihnachtsmarkt­besuch ist für viele ein fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Programms.

Damit in dieser besonderen Zeit des Jahres auch wirklich nichts schief geht, haben wir in diesem Ratgeber Informationen und Tipps rund um den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt für Sie zusammengetragen.

Sie erfahren unter anderem etwas über die Geschichte der Weihnachtsmarkttradition und wie Sie sich so gut wie möglich vor Taschendieben schützen. Zusätzlich erklären wir, wie Sie sich verhalten sollten, wenn es auf dem Weihnachtsmarkt zu einem Unfall kam, damit Sie die Zeit mit Ihren Liebsten trotzdem weitestgehend genießen können.

Seit wann gibt es eigentlich Weihnachtsmärkte?

Bereits seit fast 600 Jahren gibt es Weihnachtsmärkte in Deutschland. Als ältester Weihnachtsmarkt gilt dabei der sogenannte „Dresdener Striezelmarkt“. Etwas später, genauer gesagt im Jahr 1498, war erstmals die Rede vom „Lebzeltermarkt“ in Augsburg. Auch heutzutage verbinden die meisten Menschen Lebkuchen mit der Weihnachtszeit; diese Tradition wurde dementsprechend beibehalten.

Um 1600 wurde die Weihnachtszeit ebenfalls mit Süßigkeiten verbunden – diese wurden damals nämlich auf einem vorweihnachtlichen Budenmarkt in Wien verkauft. Im Jahr 1628 wurde der erste „Kindles-Marck“ in Nürnberg abgehalten, 1737 waren es bereits 140 Aussteller, die ihre Waren dort anboten. Einen Christkindlmarkt gab es beispielsweise in München das erste Mal im Jahr 1642.

Der Weihnachtsmarktbesuch hat in Deutschland eine langjährige Tradition.

Der Weihnachtsmarktbesuch hat in Deutschland eine langjährige Tradition.

In der Regel dauerte ein Weihnachtsmarkt damals bei weitem nicht so lange wie es in der heutigen Zeit der Fall ist. 1814 schloss der Markt beispielsweise nach vier Tagen. Heute starten die meisten Weihnachtsmärkte am ersten Advent und bleiben bis Heiligabend oder noch etwas länger geöffnet.

Was sich jedoch kaum verändert hat, sind die angebotenen Waren: Spielzeug für Kinder, Süßigkeiten, herzhafte Speisen und Handwerkskunst sind bis heute von einem Weihnachtsmarktbesuch nicht wegzudenken. Einige Traditionen haben demnach auch heutzutage noch Bestand.

Es existieren jedoch auch Märkte, die wenig mit einer besinnlichen Weihnachtszeit zu tun haben. Vielmehr gleichen sie einem Rummelplatz, auf dem vor allem Fahrgeschäfte und Schießbuden im Mittelpunkt stehen.

So haben Besucher jedoch zumindest in großen Städten die Möglichkeit, den Weihnachtsmarktbesuch ganz nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Die einen mögen Action, die anderen eher das gemütliche Beisammensein und das Geschenkestöbern.

Vorsicht: Wenn Taschendiebe auf dem Weihnachtsmarkt ihr Unwesen treiben

Sobald die Weihnachtsmärkte ihre Tore öffnen, beginnt auch die Saison der Taschendiebe. Für den, der nicht auf seine Wertsachen Acht gibt, kann der Weihnachtsmarktbesuch so schnell zu einer teuren Angelegenheit werden. Insgesamt 168.142 Taschendiebstähle wurden der Polizeilichen Kriminalstatistik zufolge im Jahr 2015 in Deutschland zur Anzeige gebracht.

Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, wie Sie es den Taschendieben bei Ihrer Straftat zumindest schwer machen können. Diese sehen wie folgt aus:

    1. Verzichten Sie auf einen Geldbeutel: Wenn Sie all Ihr Bargeld an einem Ort aufbewahren – nämlich in Ihrer Geldbörse – machen Sie es einem Taschendieb ziemlich einfach. Einmal kurz angerempelt und das Portemonnaie ist weg. Nehmen Sie daher nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich brauchen und verstauen es bestenfalls in Ihren Hosentaschen.
Bei jedem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt sollten Sie auf Taschendiebe vorbereitet sein.

Bei jedem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt sollten Sie auf Taschendiebe vorbereitet sein.

  1. Verteilen Sie Ihre Wertsachen auf verschiedene Taschen: Möchten Sie nicht auf den Inhalt Ihrer Geldbörse verzichten und auch auf dem Weihnachtsmarkt Zugriff auf Ihre Kreditkarten, Ihren Personalausweis oder ähnliches haben, sollten Sie die Sachen auf unterschiedliche Taschen aufteilen. Innentaschen in Mantel oder Jacke, Brustbeutel unter der Kleidung oder Hosentaschen bieten sich dabei besonders an. So machen Sie es Taschendieben fast unmöglich, etwas zu ergattern.
  2. Haben Sie ein Auge auf Rucksack, Umhänge- oder Handtasche: Vor allem Rucksäcke stellen ein gefundenes Fressen für Taschendiebe dar. Schließlich bekommen Sie nicht mit, wenn sich jemand hinter Ihrem Rücken am Reißverschluss zu schaffen macht. Tragen Sie ihn daher besser vorne am Körper. Umhängetaschen sollten auf dem Weihnachtsmarkt nicht mit der Verschlussseite nach außen getragen werden. Generell gilt: Lassen Sie Jacken oder Taschen niemals aus den Augen.
Vor allem, wenn es zu einem Gedränge vor dem Glühweinstand oder dem Kinderkarussell kommt, sollten Sie besonders aufmerksam sein. Werden Sie möglicherweise ohne ersichtlichen Grund angerempelt, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass es ein Taschendieb auf Sie abgesehen hat. Befolgen Sie die genannten Tipps, sollten Sie den Weihnachtsmarktbesuch jedoch ohne unliebsame Zwischenfälle dieser Art überstehen.

Weihnachtsmarkt: Mit Kindern oder doch lieber ohne?

Besonders am Wochenende, wenn der Markt extrem gut besucht ist, stellen sich viele Eltern die Frage, ob es nicht zu stressig für ihre Sprösslinge oder sie selbst sein könnte, sich – teilweise noch mit einem Kinderwagen – durch die Menschenmassen zu schieben. Viele entscheiden sich daher für einen Weihnachtsmarktbesuch unter der Woche, soweit es ihre Arbeitszeiten zulassen.

Die meisten Weihnachtsmärkte haben auch für ihre jüngsten Besucher ein tolles Programm in petto: Karussells, Buden mit den unterschiedlichsten Spielsachen, Stände mit Süßigkeiten soweit das Auge reicht – der Traum eines jeden Kindes. Wer die nötige Gelassenheit mitbringt und seinem Liebling eine so schöne Vorweihnachtszeit schenken möchte, wie die meisten sie selbst in Kindheitstagen erlebt haben, kann sich getrost für einen Weihnachtsmarktbesuch in Begleitung der Kinder entscheiden.

Was, wenn es zu einem Unfall auf dem Weihnachtsmarkt kommt?

Kam es auf dem Weihnachtsmarkt zu einem Unfall, sollten Sie Ruhe bewahren und auf die Rettungskräfte warten.

Kam es auf dem Weihnachtsmarkt zu einem Unfall, sollten Sie Ruhe bewahren und auf die Rettungskräfte warten.

Immer wieder kommt es zu Vorfällen auf deutschen Weihnachtsmärkten, welche die Besucher in Angst und Schrecken versetzen. Im Jahr 2015 ereignete sich auf einem Berliner Weihnachtsmarkt beispielsweise ein Unfall mit einer Gasflasche an einem Glühweinstand, bei dem drei Personen verletzt wurden. 2013 wurde ein Mann aufgrund des Trubels auf dem Weihnachtsmarkt in Halle von einer Straßenbahn erfasst und überfahren.

Das Wichtigste vorneweg: Bewahren Sie Ruhe, wenn ein Unfall auf dem Weihnachtsmarkt in Ihrer Nähe geschehen sollte. Eine Massenpanik sollte grundsätzlich vermieden werden. Oft sind Rettungskräfte und Notarzt schon vor Ort und auf einen solchen Fall vorbereitet.

Lassen diese auf sich warten, sollten Sie Erste Hilfe leisten und auf sich aufmerksam machen, um der verletzten Person die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Schließlich sollte Nächstenliebe gerade an Weihnachten großgeschrieben werden.

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