Mehrverbrauch: Dachbox und Fahrradträger sind Spritfresser

Transportsysteme werden in Bezug auf den Spritverbrauch unterschätzt

Erhöhter Spritverbrauch durch einer Dachbox - damit ist zu rechnen.

Erhöhter Spritverbrauch durch einer Dachbox – damit ist zu rechnen.

Für den Urlaub sind Transportsysteme, die außen am Auto angebracht sind, eine beliebte Art mehr Gepäck mitnehmen zu können. Meist ist der Kofferraum schnell gepackt und dennoch bleibt Einiges zurück, wenn es keine Alternativen gibt. Auch Fahrräder werden gerne mitgenommen und außen am Auto transportiert.

Viele Fahrer in Deutschland unterschätzen jedoch den Mehrverbrauch, der durch Dachbox und Fahrradträger verursacht wird. Auch möchten sich viele den Auf- und Abbau der Systeme ersparen und fahren das ganze Jahr über mit diesen am Auto.

Alles was außen an einem Fahrzeug angebracht ist, hat einen negativen Einfluss auf den Luftwiderstand und somit auf die Aerodynamik. Was sich wiederum auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt. Werden diese Einflüsse vermieden oder reduziert, kann der Autofahrer Kraftstoff sparen.

Wie genau erhöht die Montage eines Fahrradträgers oder einer Dachbox den Spritverbrauch und wie kann der Autofahrer diesem Mehrverbrauch aus dem Weg gehen? Diese und weitere Fragen werden in folgendem Ratgeber näher betrachtet und beantwortet.

Autogepäckträger gibt es in vielen Ausführungen

So vielfältig wie die Automodelle und das zu transportierende Gepäck sind, so unterschiedlich fallen auch die Gepäckträger für das Auto aus. Meist unterscheiden sie sich in Größe und Gewicht sowie dem Material aus dem sie hergestellt sind. Auch die Form sowie Anbringungsweise und – ort können stark variieren. Als bekannteste Arten sind hier der Dachgepäckträger, die Skibox sowie der Fahrradträger zu nennen.

Viele kennen das, auf der Autobahn fährt ein Wagen vorbei und hinten oder auf dem Dach sind Fahrräder angebracht.

Solche Fahrradträger ermöglichen es, das Rad jederzeit dabei zu haben. Auf dem Dach sind Schienen angebracht, auf denen die Räder stehen und befestig werden. Am Heck sind die Träger entweder an der Anhängerkupplung oder der Heckklappe montiert. Hier ist besonders darauf zu achten, dass es zu keiner Überladung kommt.

Fahrten mit der Dachbox: Der Verbrauch steigt, was sich an der Zapfsäule bemerkbar macht.

Fahrten mit der Dachbox: Der Verbrauch steigt, was sich an der Zapfsäule bemerkbar macht.

Neben Fahrrädern, werden auch Ski oft mit in den Winterurlaub genommen. Um diese sicher zu transportieren, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Skibox ist auf dem Dach angebracht, wobei die Ski dann parallel eingelegt und befestig werden. Darüber hinaus gibt es auch Haltevorrichtungen am Heck des Fahrzeugs, welche die Ski senkrecht transportieren.

Für einen Dachgepäckträger gibt es mehrere Bezeichnungen. Die gängigsten sind hier Dachkoffer oder Dachbox. Meist handelt es sich dabei um längliche, flache Kästen, die auf dem Dach des Autos montiert sind. Sperriges Gepäck, welches nicht im Auto transportiert werden kann, wird dann in der Dachbox verstaut.

Die Technik, mit welcher die Dachboxen befestigt werden, kann variieren. Einige werden mit der Dachreling verschraubt, andere mit Klemmfüssen und Haken an den Türrahmen befestigt.

All diese Transportsysteme greifen in die Aerodynamik des Fahrzeugs ein. Dadurch wird ein Mehrverbrauch verursacht. Die Dachbox und auch der Fahrradträger sind bekannt dafür, dass sie den Spritverbrauch erhöhen.

Wie erhöhen Fahrradträger oder Dachbox den Verbrauch?

Der Eingriff in die Aerodynamik erhöht den Luftwiderstand. Der Motor muss mehr Kraft aufwenden, um das Auto bewegen zu können. Mehr Aufwand heißt hier auch gleichzeitig mehr Kraftstoffverbrauch. Die Montage einer Dachbox bedeutet einen Mehrverbrauch und das eigentlich immer.


Der Mehrverbrauch bei einem Fahrradträger ist besonders hoch, wenn dieser auf dem Dach angebracht ist. Besonders bei hohen Geschwindigkeiten steigt hier der Luftwiederstand und somit auch der Spritverbrauch. Je nach Beladung, Automodell und Geschwindigkeit kann der Verbrauch um 40 Prozent steigen.

Mit einem  Mehrverbrauch durch den Fahrradträger ist immer zu rechnen.

Mit einem Mehrverbrauch durch den Fahrradträger ist immer zu rechnen.

Daher ist es zu empfehlen, Fahrräder am Heck zu transportieren, da der Luftwiderstand nicht so stark erhöht und der Windschatten des Autos genutzt wird. Dennoch kann der Verbrauch sich um 20 Prozent erhöhen.

Hohe Geschwindigkeiten sind mit angebrachten System nicht ratsam. Zum einen steigt der Kraftstoffverbrauch weiter an, da mehr Kraft für eine höhere Beschleunigung benötigt wird. Zum anderen spielt hier, laut ADAC, auch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ein Rolle. Gesetzlich gibt es keine Beschränkungen, doch die meisten Hersteller raten zu einer Maximalgeschwindigkeit von 120 km/h.

Zusätzlich wird durch das Anbringen vom Transportsystem das Gewicht des Fahrzeugs erhöht. Kommt nun noch Gepäck hinzu, muss noch mehr Kraft angewendet werden, um das Auto zu beschleunigen. Der Spritverbrauch mit einer Dachbox oder einem Fahrradträger kann sich bei 100 kg Gewicht um bis zu 0,3 Liter pro 100 Kilometer erhöhen.

Ein Mehrverbrauch bei einer Dachbox oder einem Fahrradträger kann auch dann vorliegen, wenn diese nicht genutzt werden. Der Luftwiederstand und auch das Gewicht werden durch die Aufbauten immer verändert, so dass auch hier der Verbrauch steigt.

Werden die Transportsystem nicht benötigt, ist es ratsam, diese abzubauen. Ist der Urlaub vorüber, können die Systeme vom Kfz entfernt werden. So kann der Mehrverbrauch durch eine Dachbox oder einen Fahrradträger umgangen werden.
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