Klimawandel weltweit – Ursachen und Folgen von Klimaveränderung

Alle Lebewesen auf der Erde sind von Treibhauseffekt und Klimawandel betroffen.

Alle Lebewesen auf der Erde sind von Treibhauseffekt und Klimawandel betroffen.

Klimawandel: Fakten und Theorien

Die meisten Menschen akzeptieren die unangenehme Botschaft, dass ihr Handeln direkten Einfluss auf ihre Umwelt hat und sind bereit, Maßnahmen zu ergreifen, um unsere Erde zu schützen. Woher aber wissen wir, welche Umweltveränderungen durch die Menschen hervorgerufen werden und welche auf natürliche Prozesse zurückzuführen sind?

Gerade in Bezug auf den Klimawandel entbrannten in den letzten Jahren zum Teil erbitterte Kontroversen darüber, inwieweit der Mensch überhaupt Einfluss auf den Zustand der Erdatmosphäre nehmen kann. Dieser Ratgeber bietet eine Erörterung zum Klimawandel. Wir wollen versuchen, bewiesene Fakten von Theorien zu trennen und verständlich zu machen, welchen Part der Mensch beim Klimawandel nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft einnimmt. Zunächst also zur Frage: Was versteht man eigentlich unter Klimawandel?

Was ist der Klimawandel? Versuch einer Definition

Eine Definition von Klimawandel kann freilich erst gelingen, wenn verständlich gemacht wurde, was das „Klima“ ist. Hierunter verstehen Wissenschaftler die üblichen und möglichen Wetterzustände eines bestimmten Ortes. Dabei wird ein Zeitraum von 30 Jahren betrachtet. Das weltweite Klima wird auch als Erdklima bezeichnet.

Was bedeutet also „Klimawandel“? Dieses Wort bezieht sich nicht auf einzelne örtliche Einschnitte und Veränderungen, sondern auf das globale Klima. Auch sind keine kurzfristigen, plötzlichen oder zyklischen Änderungen gemeint, die gemeinhin als Klimaschwankungen registriert und untersucht werden. Klimawandel ist ein langfristiger Prozess und beeinflusst das Leben auf der Erde permanent.

Diese Klimaveränderung kann natürliche Ursachen haben, aber nach allgemein anerkanntem Stand der Wissenschaft eben auch menschliche. Während natürlicher Klimawandel aus verschiedenen Gründen zu einer Erhitzung einerseits und zu extremer Abkühlung der Erdatmosphäre andererseits führen kann, wirkt sich der menschlich herbeigeführte (anthropogene) Klimawandel ausschließlich in Form globaler Erwärmung aus. Im Folgenden soll es um die verschiedenen Ursachen und Folgen des Klimawandels gehen.

Was ist Klimawandel – kurz und knapp

Kurz zusammengefasst bedeutet „Klimawandel“ also die langfristige Veränderung der globalen Wetterverhältnisse. Dieser kann auf natürlichen Prozessen beruhen, die von den Menschen praktisch nicht beeinflusst werden können. Darüber hinaus gibt es Klimaveränderungen, die der Mensch direkt oder indirekt verursacht. Ob und wie letzteres verhindert werden kann, ist Gegenstand zum Teil hitziger Kontroversen.

Natürlicher Klimawandel

Das Klima auf der Erde hat sich im Laufe ihrer Existenz ständig verändert. Und das schon lange, bevor der Mensch durch den Ausstoß von Treibhausgasen daran beteiligt war. So sorgt der natürliche Klimawandel in für den Menschen unvorstellbar langen Zeitabschnitten für den Wechsel zwischen Eiszeiten und Wärmeklimata auf unserem Planeten. Dabei spielen mannigfaltige Ursachen eine Rolle.

Zunächst ist der Kontinentaldrift zu nennen. So wird die Bewegung der Landmassen auf den Ozeanen der Erde genannt. Dieser setzte von knapp 150 Millionen Jahren ein, als der Urkontinent Gondwana zerbrach und sich über Jahrmillionen die heutigen Kontinente bildeten. Diese allmählichen Positionsänderungen der Landmassen führten zum einen zu lokalen Änderungen der Wetterverhältnisse und begünstigten zum anderen den globalen Klimawandel.

"Natürlicher und anthropogener Klimawandel: Flugzeuge schaden der Atmosphäre besonders.

„Natürlicher und anthropogener Klimawandel: Flugzeuge schaden der Atmosphäre besonders.

Insbesonders die Bildung riesiger Eismassen auf den Landflächen der Antarktis am Südpol hat entscheidend zum heutigen Klima auf der Erde beigetragen.

Obwohl der Kontinentaldrift bis heute andauert und seine Bedeutung meteorologisch gesehen für das Weltklima ganz entscheidend ist, können die Auswirkungen für uns über viele hundert Generationen als unbedeutend betrachtet werden. Denn die Zeitabschnitte, in denen sich das Klima den wandernden Kontinenten anpasst, sind für menschliche Maßstäbe extrem lang.

Für Menschen sind andere natürliche Faktoren interessanter, die auch in absehbarer Zeit (von einigen Jahrzehnten bis wenigen Tausend Jahren) einen Einfluss auf den Klimawandel haben können. Dazu zählen langfristig die Umlaufbahn der Erde um die Sonne und kurzfristig der Vulkanismus auf der Erde. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass die Sonnenaktivität zum Klimawandel bei uns führen kann, wobei der letzte Punkt wissenschaftlich noch nicht valide bewiesen wurde.

Die Umlaufbahn der Erde um die Sonne: Eis- und Warmzeiten wechseln sich ab

Die Rotation der Erde um die Sonne sowie die Neigung der Erdachse unterliegen zyklischen Veränderungen. Diese Zyklen umfassen Zeitspannen zwischen 26.000 bis 100.000 Jahren und tragen nach Meinung der meisten Wissenschaftler entscheidend zur Entstehung von Warmklimata und Eiszeiten bei.

Interessant: Die gesamte Menschheitsgeschichte bis heute spielt sich während (der Wärmeperiode) einer Eiszeit ab. Je nach Definition herrscht Eiszeit, wenn mindestens ein Pol oder beide Pole vergletschert sind. Nach der ersten Auffassung befindet sich die Erde seit 30.000.000 Jahren in einer Eiszeit, nach der zweiten sind es immerhin noch 2,7 Millionen Jahre. Eiszeiten gliedern sich in Warmzeiten und Kaltzeiten. Die aktuelle Warmzeit hält seit knapp 10.000 Jahren an. Das Gegenteil einer Eiszeit ist demnach nicht die Warmzeit, sondern das Warmklima.

Wenn der Klimawandel in Zukunft zur Erderwärmung führt, kann dies also in Teilen auch als eine natürliche Entwicklung betrachtet werden. Es ist dabei jedoch offensichtlich, dass sich die Erhitzung der Erdatmosphäre durch das Zutun des Menschen in einem erdgeschichtlich gesehen besonders hohen Tempo ereignet. Auch sind die Folgen für die Menschen hoch umstritten und praktisch nicht vorhersehbar.

Vulkane verändern das Klima kurzfristig

Große Vulkaneruptionen können zu einer langjährigen Abkühlung der Erde führen. Dazu kann es kommen, wenn große Mengen Gase und Partikel in die Atmosphäre geschleudert werden. Diese führen letztlich dazu, dass Sonnenstrahlen reflektiert werden, bevor sie die Erde erreichen und wärmen können.

Ein historisch gut belegtes Beispiel für solch einen Vorgang ist das sogenannte „Jahr ohne Sommer“ 1816. In diesem Jahr waren weltweit Temperatureinbrüche zu verzeichnen. Besonders in Nordamerika und Westeuropa wurden die Menschen hart von einem ausbleibenden Sommer mit Schneefall im August getroffen. Ernteeinbußen sorgten im Jahr darauf für große Hungersnöte.

Als Ursache wird mittlerweile der Ausbruch des Vulkans Tambora auf der heute zu Indonesien gehörenden Insel Sumbawa angesehen, welcher sich im Jahr zuvor ereignete. Die Explosion muss gewaltig gewesen sein, es wurden 150 km³ Aschepartikel in die Atmosphäre gepustet; sie legten sich wie ein Schleier um den ganzen Erdball.

Hierbei handelte es sich jedoch streng genommen um eine (relativ kurzfristige) Klimaschwankung und nicht um (langfristigen) Klimawandel.

Anthropogener Klimawandel

Dass die Erdgeschichte also durch beständigen Klimawandel geprägt ist, bestreitet niemand. Stein des Anstoßes ist einigen Zeitgenossen aber die Theorie, dass auch der Mensch durch sein Handeln das Klima auf der Erde beeinflusst. Andere streiten diesen Einfluss gar nicht ab, geben jedoch zu bedenken, dass ein globaler Anstieg der Temperatur vielleicht gar nicht so übel wäre.

Welchen Einfluss hat der Mensch auf den Klimawandel? Pro- und Contra-Argumentation

Klimaschutz auf zwei Rädern. Der Klimawandel wird durch CO2 begünstigt.

Klimaschutz auf zwei Rädern. Der Klimawandel wird durch CO2 begünstigt.

Im Folgenden wollen wir einige typische Einwände von sogenannten Klimaskeptikern mit wissenschaftlichen Erkenntnissen gegenüberstellen. Denn tatsächlich ist es so, dass sich unter Wissenschaftlern praktisch keine Klimaskeptiker befinden. Diese Position ist vor allem wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Natur.

  1. Menschen stoßen nur einen Bruchteil des jährlich freigesetzten CO2 aus.

Das stimmt, die Natur produziert jährlich wesentlich mehr CO2 als der Mensch, nämlich etwa 770 Milliarden Tonnen, während wir „nur“ knapp 22 Milliarden Tonnen CO2 in die Luft pusten. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass der CO2-Gehalt der Erde sich über Jahrmillionen einpegeln konnte und natürlich vorkommendes CO2 im Boden, in Hölzern und in den Ozeanen gebunden wird. Die Menschen verbrennen eben genau solche Einlagerungen, um Energie zu produzieren.

Die Verbrennung von Braunkohle, Erdgas oder Erdöl zur Wärme- und Stromerzeugung ist nichts anders als die Freisetzung von natürlich gebundenem CO2. Dadurch wird das natürliche Gleichgewicht dieses Gases beträchtlich gestört. Hinzu kommt die Abholzung großer Waldflächen und Trockenlegung feuchter Gebiete durch den Menschen. Hier werden natürliche CO2-Speicher vernichtet.

  1. Der Einfluss des Menschen auf das Klima ist extrem gering und kann vernachlässigt werden.

Da die Erdgeschichte immer wieder durch Klimawandel beeinflusst wurde, liegt der Verdacht nahe, dass der derzeitige Temperaturanstieg vielleicht gar nichts mit den Menschen zu tun hat. Der Unterschied besteht jedoch in der Geschwindigkeit der Veränderungen. In einer Studie des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change, kurz IPCC) von 1990 haben Wissenschaftler festgestellt, dass die Durchschnittstemperatur der Erde seit dem Zeitalter der industriellen Revolution 1850 bis zum Zeitpunkt der Studie um 0,8 Grad Celsius gestiegen ist.

Des weiteren sagt der IPCC voraus, dass ein weiterer Anstieg der Temperatur um mindesten 1,9 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 schon jetzt nicht mehr zu verhindern ist. Im schlimmsten Falle wird bis zu diesem Zeitpunkt ein Anstieg um 4 Grad Celsius befürchtet. Ein so schnell eintretender globaler Klimawandel durch Temperaturanstieg kann bisher nicht erklärt werden, ohne den Einfluss des Menschen miteinzubeziehen .

  1. Bisher gab es noch keine Naturkatastrophen, die durch Klimawandel eingetreten sind.

In diesem Punkt gibt es bisher keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse, weshalb Klimaskeptiker freilich gerne behaupten, dass der Klimawandel nicht zu Naturkatastrophen führe. Zwar ist sich der IPCC nicht sicher, doch sprach er in einem Bericht davon, dass es „wahrscheinlich“ sei, dass die seit den 1970er Jahren häufiger auftretenden tropischen Wirbelstürme mit den anstgestiegenen Meeresoberflächentemperaturen zusammenhängen.

Der Klimawandel wird in Industriestaaten besonders befeuert. Diese stehen deshalb auch beim Klimaschutz in einer besonderen Verantwortung.

Der Klimawandel wird in Industriestaaten besonders befeuert. Diese stehen deshalb auch beim Klimaschutz in einer besonderen Verantwortung.


Auch der Anstieg des Meeresspiegeles wird gerade für Küstenstädte verheerende Folgen haben. Schon bei einem Anstieg von einem Meter wären rund 60 Millionen Menschen betroffen. Das Arctic Monitoring and Assessment Program (AMAP) geht in einer 2011 veröffentlichten Studie davon aus, dass bei anhaltendem Klimawandel der Meeresspiegel bis 2100 zwischen 90 Zentimetern und 1,6 Metern steigen wird.

Klimawandel durch Landwirtschaft und Industrie

Neben dem Treibhausgasausstoß durch Millionen Privathaushalte sind es in den Industriestaaten freilich industrielle und landwirtschaftliche Betriebe, die Klimaveränderungen begünstigen.

Während in den meisten Industrien durch Ausstoß von CO2 am Klimawandel mitgewirkt wird, sind es in der Landwirtschaft vor allem die Freisetzung von Methan und Lachgas, die das Klima auf der Erde beeinflussen können.

Methan entsteht bei der Viehzucht und beim Reisanbau, während Lachgas beim Einsatz von künstlichen Düngern freigesetzt wird. Weltweit ist die Landwirtschaft für bis zu 12 Prozent des menschlich verursachten Treibhausgasausstoßes verantwortlich.

Was ist der Treibhauseffekt? Klimawandel durch Treibhausgase

Nun ist oben mehrmals auf die Bedeutung des Treibhauseffektes für den Klimawandel hingewiesen worden. Es ist an der Zeit, dieses Phänomen einmal genauer zu betrachten. Denn nach Ansicht der Wissenschaft ist der Eingriff des Menschen in den natürlichen Treibhauseffekt maßgeblich für die globale Erwärmung verantwortlich. Der anthropogene Klimawandel kann ohne Erklärung dieses Effektes also nicht verstanden werden.


Die Erde ist von einer Hülle aus Gasen – den Treibhausgasen – umgeben. Sie lassen das energiereiche (kurzwellige) Licht der Sonne auf unsere Erde scheinen, blockieren aber die Abstrahlung des energieärmeren (langwelligen) Lichtes zurück ins Weltall. Die Treibhausgase halten die Erde auf diese Weise warm – wie in einem Treibhaus. Das wichtigste Treibhausgas ist Wasserstoff (H2). Doch auch Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) oder Distickstoffmonoxid („Lachgas“, N2O) sind Treibhausgase.

Der anthropogene Klimawandel durch den Treibhauseffekt wird insbesondere durch die letzten drei genannten Gase vorangetrieben. Die ungewöhnlich rasche globale Erwärmung der letzten 150 Jahre ist nur durch den menschlich verursachten Ausstoß dieser Treibhausgase erklärbar. Besonders die Verbrennung von fossilen Stoffen zur Energiegewinnung verstärkt nach herrschender Meinung den Klimawandel. Die natürliche CO2-Konzentration wird auf diese Weise beeinflusst, was große Auswirkungen haben kann.

CO2 ist in sehr geringer Konzentration in der Erdatmosphäre vorhanden. Vor dem Eingriff des Menschen machte es nur 0,3 Prozent aller vorhandenen Treibhausgase aus. Seit Beginn der industriellen Revolution stieg dieser Wert auf 0,4 Prozent, was seitdem zu einem globalen Temperaturanstieg von 0,8 Grad Celsius geführt hat. Vergleichsweise kleine Mengen dieses Gases haben also eine große Wirkung.

Was kommt nach dem Klimawandel? Prognosen & Szenarien für die Zukunft

Was soll eigentlich so schlimm daran sein, wenn die Erde ein bisschen wärmer wird? Hierfür gibt es verschiedene Szenarien, wobei ernstzunehmende Wissenschaftler kein angenehmes Bild von der Zukunft nach einem zu hohen Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur zeichnen. Im Folgenden werden zwei Aspekte besprochen.

Das zusätzliche Wasser der Polkappen kann den Golfstrom schwächen

In Europa könnte sich der Klimawandel zunächst angenehm auswirken. Vermehrt aufkommende Weinbaugebiete im Norden machen schon jetzt deutlich, dass die Erwärmung unsere Lebensrealität verändert. Wenn Gletscher durch den Klimawandel langsam schmelzen, wird dies durch den ansteigenden Meeresspiegel jedoch nicht nur für die zahlreichen Küstenstädte zum Problem. Einige Wissenschaftler befürchten, dass das zusätzliche Wasser den Salzgehalt der Ozeane absenken und die Meeresströmungen völlig verändern könnte.

Die Abschwächung des für das Klima in Europa wichtigen Golfstroms würde dazu führen, dass es in Europa wesentlich kälter wird, weil das warme Wasser aus dem Golf von Mexiko dann nicht mehr zu uns strömt. Somit hätte die globale Erwärmung für Europäer paradoxerweise eine rechte Eiszeit zur Folge.

Flüchtlingsbewegungen ungeahnten Ausmaßes

Der Klimawandel würde Menschen aus den Küstenregionen dieser Erde vertreiben. Auch in warmen Gebieten könnte es in Zukunft lebensbedrohlich heiß werden. Die Hitze und der Wassermangel in Teilen Afrikas etwa dürften dann zu besonders großen Flüchtlingsbewegungen führen. Das Problem der „Klimaflucht“ ist schon heute zu erkennen.

Verschwinden der Arten

Nicht nur Menschen werden vom Klimawandel bedroht. Auch Tiere und Pflanzen müssten mit neuen Lebensumständen zurechtkommen. Während Pflanzen in Teilen der Erde schlicht vertrocknen würden, kann es auch bei Tierarten zu Klimaflucht kommen, was das Ökosystem ins Ungleichgewicht bringen könnte. Tiere, die an den Polen zu Hause sind, haben keine Fluchtmöglichkeit und werden auf lange Sicht wohl aussterben.

Klimawandel in Deutschland und Europa – Auswirkungen und Politik

Die Länder der EU sind zusammen mit China und den USA für den größten Ausstoß von Treibhausgasen weltweit verantwortlich. Während sich China im September 2016 überraschend für die Ratifizierung des UN-Klimaschutzabkommens (Pariser Abkommen) entschieden hat, ist die Umweltpolitik der USA nach der Wahl  Donald Trumps als 25. Präsidenten wieder ungewiss. Beobachter befürchten, dass sich die konservative Regierung den Klima-Zweiflern anschließen und keine weiteren Maßnahmen zur Senkung der Emissionswerte des Landes ergreifen könnte.

Da Klimawandel in der Politik nur global angegangen werden kann, ist es notwendig, dass sich die Staatschefs aller Länder auf gemeinsame Ziele einigen. Durch die verschiedenen Interessen der Länder und die Macht der Lobbyisten großer Konzerne sind Verhandlungen zum Klimaschutz traditionell besonders mühsam.

Im Februar 2005 trat das völkerrechtlich bindende Kyoto-Protokoll in Kraft. Es wurde von 191 Staaten, einschließlich der Europäischen Union, unterschrieben. Die USA verwehrten dagegen ihre Unterschrift; Kanada trat 2011 aus.  Am 4. November 2016 trat wurde das Pariser Abkommen verabschiedet. Das Dokument gilt als Meilenstein, unter anderem, weil es auch von den USA unterzeichnet wurde. Die Wahl des neuen Präsidenten gefährdet nach Meinung politischer Beobachter das Abkommen.

Der Klimawandel hat auch in Deutschland Auswirkungen.

Der Klimawandel hat auch in Deutschland Auswirkungen.

Deutschland und der Klimawandel: Probleme vor unserer Haustür

Deutschland wird nach Ansicht des Umweltbundesamtes in Zukunft mit verschiedenen negativen Folgen zu rechnen haben. Diese Folgen können zum Teil nicht mehr verhindert werden. Dazu zählen:

  • Längere Hitzeperioden mit Temperaturen über 30 Grad Celsius im Sommer. Alte und schwache Menschen leiden darunter am meisten.
  • Invasive Tier- und Pflanzenarten aus wärmeren Gegenden vermehren sich in Deutschland; darunter verschiedene Nager und Zecken sowie Blaualgen in Gewässern.
  • Einzigartige Lebensräume wie beispielsweise das Wattenmeer sind in Gefahr.
  • Neben Hitze und langer Trockenheit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass plötzlicher starker Regen zu Überflutungen führen und deutsche Städte heimsuchen könnte.

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