Diesel-Fahrverbot: Was meinen Ärzte zu den Grenzwerten?

Von Clarissa, letzte Aktualisierung am: 15. April 2019

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Wie gesundheitsgefährdend sind Stickoxide wirklich?

Diesel-Fahrverbot: Einige Ärzte zweifeln die vorgeschriebenen Grenzwerte an.

Diesel-Fahrverbot: Einige Ärzte zweifeln die vorgeschriebenen Grenzwerte an.

Es gibt wohl kaum ein Thema, welches deutsche Autofahrer in letzter Zeit so stark beschäftigt hat, wie die zum Teil bereits durchgesetzten und zukünftig geplanten Diesel-Fahrverbote. Begründet sind diese darin, dass die Vorgaben der Europäischen Union (EU) zum Grenzwert für Stickstoffdioxid bereits seit einiger Zeit in Deutschland nicht eingehalten werden. Dieser liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahr.

Diesen Grenzwert und somit auch das darauf aufbauende Diesel-Fahrverbot stellen einige Ärzte allerdings infrage. Vor allem Dieter Köhler, der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie, hat seine Zweifel an den entsprechenden Studien und pocht auf eine Neubewertung. Was der Lungen-Spezialist sowie mehr als 100 weitere deutsche Lungenfachärzte im Detail kritisieren und was das Umweltbundesamt, von dem die Daten stammen, dazu sagt, erfahren Sie im Folgenden.

Interessant: Ein Diesel-Fahrverbot halten einige Ärzte für übertrieben

Überall, wo Öl, Holz, Kohle oder Gas verbrannt wird, entstehen normalerweise automatisch Stickstoffoxide (NOx). Dabei handelt es sich um eine Verbindung aus Sauerstoff und Stickstoff. Dem Umweltbundesamt (UBA) zufolge entstehen 60 Prozent der Stickstoffoxide in deutschen Städten durch den dort herrschenden Verkehr bzw. durch Dieselfahrzeuge, die vor allem das Gas Stickstoffdioxid (NO2) produzieren.

Weiterhin behauptet das UBA, die Belastung durch Stickstoffoxide in Deutschland sei schuld daran, dass Millionen Menschen erkrankt und Tausende vorzeitig gestorben seien. Insgesamt 6.000 Menschen sollen im Jahr 2014 durch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems aufgrund einer Langzeitbelastung durch Stickstoffdioxid den Tod gefunden haben.

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Kritik an der Herangehensweise bei gewissen Studien und damit ein Stück weit auch am Diesel-Fahrverbot sehen einige Ärzte darin, dass das UBA keine eigenen Versuche diesbezüglich durchgeführt hat, sondern lediglich eine Auswertung bereits bestehender Studien stattfand. Die betroffenen Ärzte vermuten systematische Fehler, die hinter diesen hohen Todeszahlen stecken.

Am Diesel-Fahrverbot können die Ärzte trotz ihrer Zweifel jedoch nichts ändern.

Am Diesel-Fahrverbot können die Ärzte trotz ihrer Zweifel jedoch nichts ändern.

Dieter Köhler vertritt in einer Stellungnahme im ZDF sogar die Meinung, die Stickoxidbelastung in deutschen Städten sei keinesfalls gesundheitsgefährdend, da die Grenzwerte dafür viel zu gering seien. Er bemängelt vor allem, dass es keine neutrale Kontrollinstanz gegeben habe und spricht von einer „Demaskierung des Systems“. Eine ganze Bandbreite an Faktoren würden die Lebenserwartung und Krankheitshäufigkeit eines Menschen beeinflussen, unter anderem der Konsum von Alkohol oder Zigaretten.

Wäre die Luftverschmutzung so gefährlich, wie die Studie behaupte, müsste zudem ein „typisches Vergiftungsmuster“ vorliegen, was jedoch nicht der Fall sei. Daher wird gefordert, dass die vorhandenen Studien von unabhängigen Wissenschaftlern neu bewertet werden, was sich wiederum auf die aktuellen Stickstoffoxid-Grenzwerte auswirken könne und damit auch auf das Diesel-Fahrverbot, meinen die Ärzte.

Am Diesel-Fahrverbot können die Ärzte scheinbar nicht rütteln

Das Umweltbundesamt selbst weist die Zweifel jedoch zurück. In der aktuellen Stellungnahme des UBA heißt es von der Präsidentin Maria Krautzberger unter anderem:

Uns liegen derzeit […] keine Studien vor, die unsere Ergebnisse in Frage stellen. Wir sehen daher auch keinen Grund, die auf europäischer Ebene festgelegten Stickstoffdioxid-Grenzwerte infrage zu stellen.“

Zudem sei eine Methode der Weltgesundheitsorganisation bei der Erstellung der Studie zum Einsatz gekommen, was die Qualität dieser sicherstelle. Hinzu kommt, dass es in Bezug auf die Grenzwerte sowie das damit verbundene Diesel-Fahrverbot vonseiten der Ärzte lediglich zu einer Anfechtung der bestehenden Ergebnisse kam – neue wissenschaftliche Erkenntnisse wurden nicht vorgelegt.

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