Sitzerhöhung im Auto: Ab wann ist diese erlaubt?

Ab wann kommt die Sitzerhöhung ohne Rückenlehne zum Einsatz?

Fragen rund um die Sitzerhöhung: Ab wann ist geeignet? Ist das Alter entscheidend?

Fragen rund um die Sitzerhöhung: Ab wann ist geeignet? Ist das Alter entscheidend?

Die Sicherheit des eigenen Nachwuchses sollte für Eltern immer oberste Priorität haben. Dies gilt insbesondere bei der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr. Damit Kinder auch mit dem Auto sicher ans Ziel kommen, schreibt der Gesetzgeber die Verwendung von Kindersitzen vor.

Dabei lassen sich grundsätzlich verschiedene Rückhalteeinrichtungen – so die offizielle Bezeichnung – unterscheiden. Als letztes Modell, bevor dann endgültig auf einen solchen Autositz verzichtet werden kann, kommt in der Regel eine sogenannte Sitzerhöhung zum Einsatz. Ab wann diese geeignet ist, hängt dabei von der Größe und dem Gewicht des Kindes ab.

Doch welchen Zweck erfüllt eine Sitzerhöhung? Ab welchem Alter/welcher Größe ist der Wechsel zu einer „einfachen“ Sitzerhöhung sinnvoll? Und ab wann ist eine Kindersitzerhöhung nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der nachfolgende Ratgeber.

Ab wann darf ein Kind vorne sitzen mit einer Sitzerhöhung?

Vorgaben zur Autositzerhöhung: Ab wann diese erlaubt ist, definiert meist das Gewicht.

Vorgaben zur Autositzerhöhung: Ab wann diese erlaubt ist, definiert meist das Gewicht.

Ab wann nur eine Sitzerhöhung im Auto ausreicht, die den im Fahrzeug vorhandenen Dreipunktgurt nutzt, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Kaum eine Rolle spielt folgender Aspekt beim Wechsel zur Kindersitzerhöhung: das Alter. Ab wann ein solches Modell zum Einsatz kommen kann, hängt stattdessen von der Körpergröße und dem Gewicht des Kindes ab. Schließlich soll die Sitzerhöhung dafür sorgen, dass der Sicherheitsgurt richtig über den Körper verläuft.

Um eine Orientierung bei den vielfältigen Kindersitzen zu erleichtern, werden diese in verschiedene Normgruppen zusammengefasst. Zu den Modellen in Gruppen II bzw. III kann auch eine Sitzerhöhung zählen. Angaben ab wann diese zum Einsatz kommen dürfen, sprechen in der Regel von einem Mindestgewicht von 15 kg. Dies entspricht im Durchschnitt einer Körpergröße von etwa einem Meter.

Allerdings sollten Eltern immer bedenken, dass eine Sitzerhöhung deutlich weniger Schutz bietet als ein richtiger Kindersitz. Dies gilt insbesondere im Falle eines seitlichen Aufpralls. Darüber hinaus können schlafende Kinder bei einer Autositzerhöhung unter Umständen aus dem Gurt rutschen. Daher empfehlen Experten, den Kindersitz so lange wie möglich zu verwenden. Auch wenn eine Sitzerhöhung ggf. bereits ab 3 Jahren zulässig wäre.

Gerade wenn unerwartet ein weiteres Kind mitgenommen wird, die Großeltern die Enkel von der Kita abholen oder nur eine kurze Strecke zurückgelegt werden soll, fällt die Entscheidung nicht selten auf eine günstige Erhöhung aus Styropor. Doch auch für solche Trips raten Fachleute von einer Sitzerhöhung ab. Wann sich ein Unfall ereignet, lässt sich schließlich nicht vorhersehen.

Übrigens! Solange Kinder in einem passenden Kindersitz angeschnallt sind, dürfen sie überall im Auto platznehmen. Das bedeutet auch, dass eine Sitzerhöhung auf dem Beifahrersitz grundsätzlich erlaubt ist.

Sitzerhöhung: Ab wann können Sie auf diese verzichten?

Bei der Sitzerhöhung ist das Alter eher nebensächlich, schließlich sitzt der Gurt nur ab einer bestimmten Körpergröße richtig.

Bei der Sitzerhöhung ist das Alter eher nebensächlich, schließlich sitzt der Gurt nur ab einer bestimmten Körpergröße richtig.

Der Gesetzgeber schreibt die Verwendung von einem Kindersitz bzw. einer Sitzerhöhung vor. Ab wann auf eine solche Rückhalteeinrichtung verzichtet werden kann, ergibt sich aus der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Denn in dieser sind die Rahmenbedingungen zur Kindersitzpflicht in Deutschland definiert.

In § 21 StVO heißt es dazu:

Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden […].

Diese gesetzlichen Vorgaben gelten auch für die Sitzerhöhung. Ab wann ein Verzicht möglich ist, hängt also von der Entwicklung des Kindes ab. Erreicht dieses vor seinem 12. Geburtstag eine Körpergröße von 1,50 m, kommt das Mitfahren im Auto ohne einen speziellen Sitz auch schon früher in Frage.

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