Kampfhunde: Vorschriften zur Haltung in Deutschland

Sind alle Kampfhunderassen Listenhunde?

Für Kampfhunde gelten strikte gesetzliche Bestimmungen.

Für Kampfhunde gelten strikte gesetzliche Bestimmungen.


Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen – ein treuer Begleiter und Beschützer. Dabei gibt es unterschiedliche Rassen, die sich in ihrer Größe, dem Aussehen aber auch dem Verhalten deutlich voneinander unterscheiden.

Einen Sonderfall stellen Kampfhunde dar, denn für diese gelten strikte gesetzliche Bestimmungen. So gibt es in fast allen Bundesländern für Kampfhunde eine Rasseliste. Wer ein solches Tier halten möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Doch wie genau ist der Umgang mit einem Listenhund gestaltet? Wann dürfen Sie Kampfhunde kaufen? Welche Vorgaben definiert die Kampfhundeverordnung und ist diese in Deutschland einheitlich? Diesen Fragen widmet sich der nachfolgende Ratgeber und Informiert Sie umfassend über das Thema „Kampfhunde“.

Gefährliche Hunde: Deutschlandweit unterschiedliche Bestimmungen

Der Begriff „Kampfhund“ wurde zunächst für keine bestimmte Rasse verwendet. Es handelte sich um Hunde, welche für Tierkämpfe gezüchtet wurden. Der Name bezeichnete also zunächst nur das „Einsatzgebiet“ der Tiere.

Seit Ende des 20. Jahrhunderts wird der Begriff „Kampfhunde“ allerdings eher im Zusammenhang mit Angriffen von Hunden auf Menschen oder andere Hunde verwendet. Zudem wurde für den Kampfhund eine Liste der Rassen eingeführt, die auch eine spezielle Kategorie über „gefährliche Hunde“ beinhaltet.

In Deutschland gibt es unterschiedliche Vorschriften zur Haltung für Kampfhunde, allerdings sind die einzelnen Bestimmungen in der Kampfhundeverordnung der jeweiligen Bundesländer festgehalten, sodass es regional zu Unterschieden kommen kann.

Wer Kampfhunde halten möchte, sollte sich als im jeweiligen Bundesland, in welchem sich der Wohnsitz befindet, über die Regelungen zur Haltung dieser Tiere informieren. Auch die für die Kampfhunderassen genutzte Liste kann sich dabei deutlich unterscheiden.

Kampfhundeliste: Voraussetzungen für die Haltung

Als Kampfhunde gelten auch Mischlinge, die aus Kreuzungen mit diesen Rassen entstanden sind.

Als Kampfhunde gelten auch Mischlinge, die aus Kreuzungen mit diesen Rassen entstanden sind.


Zwar gibt es diesbezüglich keine einheitlichen Regelungen, aber einige Gemeinsamkeiten lassen sich in vielen Bundesländern in Bezug auf die Haltung für in der Liste vermerkte Kampfhunde ausmachen. Wollen Sie einen Kampfhund kaufen, müssen häufig folgende Auflagen erfüllt werden:

  • Der Halter muss volljährig sein,
  • er muss ein Führungszeugnis vorlegen, welches sein Verantwortungsbewusstsein und seine Vertrauenswürdigkeit belegt,
  • für einige Kampfhunde aus der Liste ist das Bestehen einer Sachkundeprüfung vonnöten und
  • einige Tiere müssen ggf. einen Wesens- bzw. Verhaltenstest bestehen.

Doch bei welchen Rassen handelt es sich eigentlich um Listenhunde in Deutschland? Die folgenden Hunde werden in vielen Bundesländern als Kampfhunde bezeichnet:

  • Staffordshire Bullterrier,
  • American Staffordshire Terrier,
  • American Pit Bull Terrier
  • Bullterrier,
  • sowie sämtliche Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen Rassen.

Ordnungswidrigkeiten beim Umgang mit Kampfhunden

Viele Bundesländer haben teils strikte Auflagen, gerade wenn es sich um Kampfhunde handelt, welche als gefährliche Hunde klassifiziert sind. Für Kampfhunde gilt in aller Regel die Leinenpflicht. Viele Bundesländer fordern auch, dass die Tiere mit einem Maulkorb ausgestattet werden.

Verstößt ein Hundehalter gegen diese Vorgaben, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, welche mit teils hohen Bußgeldern belegt wird. Allerdings gibt es auch hierbei keinen einheitlichen Bußgeldkatalog, die Höhe der Sanktionen bestimmen die Kommunen im Einzelfall.

Ist eine Haftpflichtversicherung für den Kampfhund notwendig?

Kampfhunde müssen, wie alle anderen Rassen in Deutschland auch, über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass im Schadensfall die entstehenden Kosten übernommen werden.

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