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Aufbau von Schnellladesäulen: Neues Gesetz beschlossen

News von bussgeldkatalog.org, veröffentlicht am: 21. Mai 2021

Der Aufbau von Schnellladesäulen wird per Gesetz vorangetrieben.
Der Aufbau von Schnellladesäulen wird per Gesetz vorangetrieben.

In der Nacht zu Freitag hat der Bundestag ein Gesetz beschlossen, welches den Aufbau von rund 1.000 Stromtankstellen an Autobahnen und in abgelegenen Regionen vorsieht. Bis zum Ende des Jahres 2023 sollen rund zwei Milliarden Euro in dieses Vorhaben fließen. Der Aufbau von Schnellladesäulen ist ein wichtiger Bestandteil der Förderung der Elektromobilität in Deutschland.

Was sieht das Gesetz zum Aufbau der Schnellladesäulen vor?

Die Elektromobilität soll einen großen Teil zur Verkehrswende beitragen und dafür sorgen, dass auf deutschen Straßen weniger Schadstoffe ausgestoßen werden. Um die Verbraucher zu einem Kauf von E-Fahrzeugen zu animieren, gibt es unterschiedliche Förderungen, wie beispielsweise eine Kaufprämie.

Allerdings nützt all der Kaufanreiz nichts, wenn nicht genügend Ladesäulen vorhanden sind, um die Fahrzeuge mit Strom zu versorgen. Da gerade auf längeren Strecken oft nicht viel Zeit für eine komplette Aufladung ist, hat der Bundestag nun ein Gesetz zum Aufbau von Schnellladesäulen beschlossen.

Dieses sieht vor, dass bis Ende 2023 etwa 1.000 Stromtankstellen an Autobahnen und in abgelegenen Regionen entstehen sollen. Dafür werden rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Wer den Bau und Betrieb der neuen Ladesäulen übernehmen wird, steht bis dato noch nicht fest. Das Projekt wird ausgeschrieben.

Ein Blick auf den aktuellen Bestand der Schnellladesäulen in Deutschland macht deutlich, warum in diesem Bereich eine große Investition nötig war: Nach Angaben des Verkehrsministeriums verfügen aktuell nur rund 800 Ladepunkte über eine Leistung von mehr als 150 Kilowatt (das entspricht nur etwa 2,4 Prozent der öffentlichen Ladesäulen).

Wichtig: Das Gesetz zum Aufbau der Schnellladesäulen sieht vor, dass alle in diesem Zuge neu errichteten Ladesäulen eine Leistung von über 150 Kilowatt haben sollen. Das würde ein signifikantes „Auftanken“ in wenigen Minuten ermöglichen.

Wie läuft die Bezahlung an Ladesäulen ab?

Aufbau von Schnellladesäulen: Die Bundesregierung investiert rund zwei Milliarden Euro.
Aufbau von Schnellladesäulen: Die Bundesregierung investiert rund zwei Milliarden Euro.

Viele Menschen, die sich mit der Frage beschäftigen, ob sie sich ein E-Fahrzeug zulegen sollten, fragen sich, wie das Auftanken an einer Ladesäule eigentlich bezahlt werden kann. In aller Regel läuft die Bezahlung über eine Ladekarte von einem Strom- oder Mobilitätsanbieter.

Alterativ ist es auch möglich, den Bezahlvorgang über eine App auf dem Smartphone zu steuern. Um ein spontanes Aufladen zu ermöglichen, hat die Regierung kürzlich eine Verordnung beschlossen, welche vorsieht, dass ab Juli 2023 alle öffentlichen Ladesäulen eine Zahlung mit der Giro- oder Kreditkarte anbieten müssen.

Diese Verordnung und das Gesetz für den Aufbau von Schnellladesäulen sind ein klares Zeichen in Richtung der Weiterentwicklung der Elektromobilität in Deutschland.

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