Umweltbonus für E-Autos: Ein Flop laut Statistik des BAFA

Ist der Umweltbonus für E-Autos ein Flop? Statistik des BAFA

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News vom 03.01.2018 um 11:20 Uhr

Warum ist der Umweltbonus für E-Autos bislang ein Flop?

Warum ist der Umweltbonus für E-Autos bislang ein Flop?

Der VW-Abgasskandal schlägt auch Jahre nach seinem Bekanntwerden immer noch hohe Wellen. In vielen Innenstädten drohen in der Zukunft Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, um die Luftbelastung durch Stickoxide zu verringern. Diese und weitere Gründe führten dazu, dass die Elektromobilität in Deutschland vorangetrieben werden sollte. Die Bundesregierung beschloss deshalb im Juli 2016 den Umweltbonus für E-Autos: Ein Flop, wie die aktuellen Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zeigen.

Käufprämie für Elektroautos wird wenig genutzt

Seit Mitte 2016 profitieren Käufer eines neuen E-Autos vom sogenannten Umweltbonus. Dieser liegt bei 2.000 Euro für ein reines Batterieelektrofahrzeug bzw. Brennstoffstellenfahrzeug sowie bei 1.500 Euro für einen Plug-In-Hybrid. Zu den Voraussetzungen gehört es unter anderem, dass der Netto-Listenpreis des Basismodells bei maximal 60.000 Euro liegt und es sich auf der vom BAFA erstellten Liste der förderfähigen E-Fahrzeuge befindet.

Allerdings erweist sich der Umweltbonus für E-Autos bisher als Flop. Seit Mitte 2016 gingen bislang nur 46.897 Anträge auf einen solchen Zuschuss ein. Insgesamt wurden rund 600 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, von denen bislang jedoch lediglich 65 Millionen Euro gebraucht wurden. Wenn der Umweltbonus wie geplant Mitte 2019 ausläuft, bliebe ein Großteil der bereitgestellten Mittel somit voraussichtlich ungenutzt.

Warum setzt sich die Elektromobilität (noch) nicht durch?

Es gibt verschiedene Gründe, die dazu führen, dass der Umweltbonus für E-Autos bislang ein Flop ist und die Elektromobilität in Deutschland weiterhin ein Nischendasein führt. Hierzu gehören unter anderem die folgenden Tatsachen:

  • Die Ladeinfrastruktur ist nicht gut genug ausgebaut.
  • Wer ein E-Auto kaufen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Die Fahrzeuge sind weitaus teurer als herkömmliche Diesel oder Benziner.
  • Die geringe Reichweite von Elektroautos stellt für viele Fahrer ein großes Problem dar. Der Nissan Leaf schafft etwa nur rund 250 Kilometer, der VW e-Golf 300 Kilometer. Spitzenreiter ist das Tesla Model S mit einer Reichweite von bis zu 600 Kilometern.

Das folgende Video zeigt, dass die fehlende Ladeinfrastruktur ein ernstzunehmendes Problem ist und die Befürchtungen der Autofahrer durchaus berechtigt sind:

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